16 Tage am Kap: Der Beginn einer großen Liebe - Reise-Informationen - Südafrika Forum

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Donnerstag, 9. April 2020, 09:06

16 Tage am Kap: Der Beginn einer großen Liebe

Was lange gärt wird endlich gut – so ähnlich lässt sich unsere Südafrika-Reise beschreiben. Schon 2018 hatten wir den Trip fest geplant, damals entschieden wir uns aus diversen Gründen um und reisten stattdessen nach Kenia und an die Westküste der USA. Der Vorteil für den jetzigen Trip vom 6. bis 23. März 2020: Wir hatten mehr als ausreichend Zeit, uns schlau zu machen und zu planen. Dabei war uns auch dieses Forum eine große Hilfe. Deshalb wollen wir in Form dieses Reiseberichts etwas zurückgeben. Wir hoffen, ihr habt Freude daran und unser Bericht ist dem einen oder anderen Leser eine Hilfe bei der Planung des eigenen Trips.


Wir würden jedenfalls auch im Nachhinein nichts anders machen. Zwar hätten wir uns an manchen Orten mehr Zeit gewünscht. Zugleich wollen wir aber keinen einzigen Stopp missen und haben einen tollen ersten Überblick erhalten. Von allen Ecken, die wie bisher bereist haben, hat uns Südafrikas Kapregion am meisten beeindruckt. Und die Kosten hielten sich - verglichen mit Reisen in Nordamerika und Europa - auch in einem sehr erträglichen Rahmen (ca. 2.200 €/pP inkl. Verpflegung/Sprit usw.). Deshalb sind wir schon mit der Grobplanung eines weiteren Südafrika-Urlaubs beschäftigt. Diesmal soll es in den Osten gehen. Von konkreten Planungen hält uns noch das Corona-Virus ab, welches auch die letzten Urlaubstage an der Garden Route beeinflusst hat - inklusive Flugstreichung. Aber dazu später mehr...


Hier zunächst einmal unsere Route im Überblick:
  • 06.03. Abflug in Frankfurt
  • 07.03. Ankunft in Kapstadt (Bloubergstrand, Waterfront, Signal Hill)
  • 08.03. Wanderung zum Lions Head, Camps Bay
  • 09.03. Kap der guten Hoffnung, Weiterfahrt in die Karoo
  • 10.03. Valley of Desolation und Camdeboo Game Viewing
  • 11.03. Mountain Zebra Nationalpark
  • 12.03. Addo Elephant Nationalpark
  • 13.03. Addo Elephant Nationalpark
  • 14.03. Garden Route Nationalpark
  • 15.03. Garden Route Nationalpark
  • 16.03. Natures Valley und Plettenberg Bay
  • 17.03. Sedgefield und Wilderness
  • 18.03. de Hoop Nature Reserve
  • 19.03. Kap Agulhas und Hermanus
  • 20.03. Hermanus und Betty’s Bay
  • 21.03. Kogelberg Nature Reserve und Rückflug-Versuch Nummer eins
  • 22.03. Rückflug nach Frankfurt
  • 23.03. Ankunft in Frankfurt

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Donnerstag, 9. April 2020, 13:29

Lange hatten wir uns auf diesen Urlaub gefreut. Am Freitag, 6. März 2020, ging es endlich los. Am Frankfurter Flughafen bekamen wir jedoch erstmals die Auswirkungen der zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich krassen Corona-Epidemie zu spüren: Die Steckdosen-Adapter für Südafrika waren seit zwei Wochen restlos ausverkauft, weil die Lieferungen aus China ausblieben. Wir fragten in mehreren Läden. Doch überall war das Ergebnis gleich: Nichts zu machen! Im letzten Geschäft unterhielten wir uns länger mit den Besitzern und verabschiedeten uns schließlich. Kaum waren wir um die nächste Ecke gebogen, spurtete uns der aufgeregte Mitarbeiter hinterher. Während wir hinten raus gegangen waren, spazierte der Lieferant durch den Vordereingang und brachte frische Ware mit. Darunter der von uns gewünschte Adapter. Welch ein Glück! Wir kauften gleich zwei Exemplare und hoben kurz darauf pünktlich um 16.30 Uhr nach Zürich ab. Von dort ging es nach einer kurzen Zwischenlandung weiter nach Kapstadt. Die Ankunftszeit morgens um 6.45 Uhr war perfekt, denn so hatten wir den Samstag bereits als kompletten Urlaubstag zur Verfügung. Hier unsere Route:



Im Vorfeld hatten wir uns aufgrund gemischter Kenia-Erfahrungen Gedanken gemacht, dass wir am Flughafen gleich von Horden aufdringlicher Taxi-Fahrer, Verkäufer und weiteren Personen umlagert und angesprochen werden. Doch dies war glücklicherweise nicht der Fall – und wenn, dann sehr zurückhaltend und freundlich. Auch beim Abheben eines Bargeldvorrats hatten wir keine Sicherheitsbedenken. Ebenso verlief die Übernahme des Mietwagens reibungslos, sodass wir kurz darauf „on the road“ waren. Der Linksverkehr stellte uns nicht vor Herausforderungen, da wir bereits mehrfach in anderen Teilen der Welt Erfahrungen gesammelt hatten.

Der erste Eindruck von Kapstadt war nicht besonders positiv. Dies war allerdings keine große Überraschung, da wir u.a. hier im Forum bereits von der "unschönen Lage" gelesen hatten. Auch der Angestellte der Mietwagen-Firma schärfte uns ein, niemals etwas sichtbar im Auto liegen zu lassen. Wir hielten uns daran und hatten - soviel können wir vorwegnehmen - nicht einmal während der kompletten Reise Sicherheitsbedenken. Dabei waren wir teilweise auch nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs - zu Fuß und mit dem Auto. Das Wichtigste: Man muss den Verstand einschalten und sich überlegen, wo was geht und wo nicht. Das ist aber in Europa auch nicht anders! Nun genug der Vorrede...



Wir wurden von einem derart dichten Nebel empfangen, dass wir kaum ein paar Meter weit sehen konnten. So wirkte unser erster Zwischenstopp - der Table-View-Beach in Bloubergstrand - überhaupt nicht. Man konnte zunächst kaum das drei Meter entfernte Meer sehen – geschweige denn den berühmten Tafelberg. Wir blieben dennoch eine Stunde und wurden insofern belohnt, als dass wir wenigstens das obige Handyfoto machen konnten, auf dem das Bergmassiv zu erahnen ist. Etwas enttäuscht fuhren wir dennoch in Richtung Stadtzentrum.



Unser Ziel war die V & A Waterfront. Hier gruppieren sich – nach dem Vorbild San Francisco – zahlreiche Restaurants, Geschäfte und Ausflugsanbieter um ein Pier. Trotz extrem zähflüssigem Verkehr war es kein Problem, dorthin zu finden. Überhaupt lässt sich sagen, dass die Verkehrsbeschilderung in Südafrika vorbildlich ist. Die Navigation hätte vermutlich auch ohne Navi (wir nutzten Google-Maps-Offline-Karten) meistens sehr gut funktioniert. Auch die Parkplatzsuche gestaltete sich einfach. Wir fanden auf Anhieb einen Platz im Parkhaus der Shopping-Mall. Die Gebühren waren sehr moderat. Wir verbrachten hier etwa zwei Stunden. Es war durchaus schön, aber uns genügte diese Dauer an Trubel. Andere verbringen hier mehrere Tage. Da sieht man wieder, dass fast alles im Leben Geschmackssache ist. Neben einer Portion Fish & Chips zum Mittagessen lauschten wir den traditionellen Gesängen eines Chores, schlenderten über das Pier und schauten uns die gelben Tafelberg-Panorama-Bilderrahmen, das Riesenrad und andere „Sehenswürdigkeiten“ an.



Auf dem Weg zu unserer Unterkunft in Camps Bay hielten wir noch am Signal Hill an. Der Hügel ist zwar bei weitem nicht so imposant wie der Lions Head oder der Devils Peak, bietet aber dennoch einen schönen Blick auf Kapstadt. Der große Vorteil: Man kann hierher fahren und muss nur wenige Meter vom Parkplatz laufen, um das Panorama zu genießen. Außerdem kann man den startenden Gleitschirmfliegern zuschauen. Das Parken ist kostenlos, der Einweiser freut sich allerdings über ein Trinkgeld. Dort oben steht ein Imbisswagen, an dem wir uns zwei eiskalte Cola kauften. Das hatten wir nötig, weil die 25 Grad bei praller Sonne doch sehr ungewohnt waren, wenn man aus dem Siegerländer Winter kommt. Die Aussicht konnten wir leider nur eingeschränkt genießen. Zwar hatte sich inzwischen der schlimmste Nebel verzogen, aber diesig und grau blieb es (bis auf wenige Minuten) trotzdem. So hielten wir uns dort oben lediglich rund eine halbe Stunde auf, ehe es uns nach Camps Bay zog.


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Donnerstag, 9. April 2020, 13:42

Wir hatten ein Hotel direkt am Traumstrand von Camps Bay. In wenigen Metern Entfernung befinden sich zahlreiche Restaurants und es ist überhaupt kein Problem, sich hier zu Fuß auf den Weg zu machen. Wir fanden das Indische Restaurant "Raj" und "Dizzy's Pub" lecker. Zwischen den beiden befindet sich ein Supermarkt, in dem ihr man Getränke und Snacks für unterwegs kaufen kann - auch das Trockenfleisch von Biltong. :thumbsup: Besonders toll war an beiden Tagen der Sonnenuntergang am Strand. Herrlich! Eine klare Empfehlung unsererseits für diesen Standort - zumindest, wenn man nicht direkt im Kapstädter Zentrum sein will. Wir als Dorfkinder fühlten uns hier wohler als in der Stadt! Und die Entfernungen zum Signal Hill oder Lions Head (10 Min.) sowie zum Kap (1 Std.) waren top.







Eigentlich wollten wir am zweiten Tag unserer Reise zum Kap der guten Hoffnung fahren, doch daraus wurde nichts! Die gesamte Halbinsel war für das größte Straßen-Radrennen der Welt gesperrt. Und so schauten wir uns zunächst das Spektakel vom Balkon aus an, spielten, lasen und entspannten ein wenig. Zwischendurch wanderten wir auf den Lions Head. Insgesamt dauerte die Tour, bei der es keinerlei Schatten gibt, mit einigen Fotostopps zwei bis drei Stunden. Natürlich geht es auch schneller, aber man will ja im Urlaub nicht so hetzen wie die vielen Trailrunner, die uns auf dem Weg in Richtung Gipfel überholten…





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Donnerstag, 9. April 2020, 13:49

Am dritten Tag stand die Fahrt ganz ans Südende der Kap-Halbinsel auf dem Programm. Früh am Morgen checkten wir aus, denn am Nachmittag mussten wir noch bis zu unserer zweiten Unterkunft nach De Doorns fahren. Und wir wollten soviel Zeit wie möglich rund um den Cape Point verbringen. Schon die einstündige Anfahrt, die u.a. über den Chapmans Peak Drive (Foto 1) nach Noordhoek (Foto 2) führte, war schön und gab einen tollen Vorgeschmack auf das, was uns noch bevorstand.





Den ersten längeren Stopp legten wir an diesem Tag in Simonstown ein. Das Örtchen an sich ist nett. Es erinnert in vielerlei Hinsicht an US-amerikanische Kleinstädte und wartet mit einer Vielzahl an kleinen Geschäften und Restaurants auf. Man kann hier bestimmt auch gut ein paar Tage verbringen. Wir hatten hingegen nur wenig Zeit und ein Ziel: Den Boulder’s Beach. Auch wenn der Strand wunderschön ist und ein wenig an die Seychellen erinnert, sind die Haupt-Attraktionen gefiedert. Hier lebt eine riesige Kolonie afrikanischer Pinguine. Außerdem sahen wir am Boulders Beach die ersten Dazzies (Klippschliefer) der Reise. Wir verbrachten gute zwei Stunden hier und konnten uns kaum losreißen. Auch wenn der Eintritt mit 17,34 € für zwei Erwachsene nicht gerade günstig ist – es lohnt sich definitiv!





Kleiner Tipp am Rande: Wenn ihr den Steg verlassen habt, wendet euch nach links und folgt dem kleinen Pfad für rund 300 Meter. Dann gelangt ihr an den öffentlichen Badestrand von Simonstown. Hier kommt ihr den Pinguinen sehr nahe. Bitte achtet aber darauf, die Tiere nicht zu belästigen und haltet einen gewissen Abstand! Keinesfalls solltet ihr die Pinguine anfassen. Erstens beißen sie und zweitens sind es wilde Tiere, die ihren Freiraum brauchen!!!




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Donnerstag, 9. April 2020, 13:53

Der nächste Zwischenstopp war dann das Kap der guten Hoffnung (Eintritt: 34,69 € für zwei Personen). Viele meinen, dies sei der südlichste Punkt Afrikas und zugleich der Zusammenfluss von Indischem und Atlantischem Ozean. Doch beides ist falsch – das ist jeweils das Kap Agulhas. Doch auch so hat der Südzipfel der Kaphalbinsel viel zu bieten: Cape Point, Dias Beach, Leuchtturm und tolle Landschaften. Aber seht selbst!





Auch Selfies an dem berühmten Schild haben wir gemacht. Die Schlange war sogar recht kurz. Allerdings verzichten wir generell darauf, Fotos von uns im Internet zu veröffentlichen. Daran halten wir uns auch hier. Ersatzweise zeigen wir euch eine Pavian-Mutter mit ihrem Nachwuchs. Die Affen sind in Scharen am Kap unterwegs und haben sich auf Diebstähle spezialisiert. Überall wird davor gewarnt, dass sie Autos aufbrechen, Touristen überfallen, Rucksäcke stehlen usw. Man sollte also vorsichtig sein – zumal die Tiere größere Zähne als Löwen haben… Witziger Fun-Fact am Rande: Auf dem Rückweg vom Leuchtturm sah ich plötzlich einen Mann im Borussia-Mönchengladbach-Trikot. Ich schaute genauer hin und dachte: „Den kennst du doch…“ Und tatsächlich: Es war mein langjähriger Nachbar! Sachen gibt’s… Danach ging es für uns weiter in Richtung Karoo.




Das Dazzie-Foto entstand am Boulders Beach, passte aber aufgrund der Sechs-Fotos-Begrenzung nicht in den vorigen Post. Vorenthalten wollte ich es aber nicht...

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SarahSofia

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Donnerstag, 9. April 2020, 18:50

Hallo ErlebnisErde,
schön, dass es auch von dir einen Reisebericht hier gibt :saflag: !
Und damit :
. . . auch das Trockenfleisch von Biltong.

hast du mich nach einem langen Arbeitstag auch noch mal richtig zum Schmunzeln gebracht :D .

LG SarahSofia

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Freitag, 10. April 2020, 14:57

Das freut mich! ;) Mit dem Reisebericht geht es hoffentlich am Wochenende weiter. Jetzt gilt es erstmal die Sonne auszunutzen. :beer: Allen Mitlesern schöne Osterfeiertage!

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Freitag, 10. April 2020, 17:37

Von der Küste der Kap-Halbinsel ging es am Montag, 9. März 2020, über Muizenberg und Paarl in die Karoo-Halbwüste. Besonders beeindruckte uns, wie schnell die Landschaftsformen hier in nur drei Stunden wechselten. Besonders die Region zwischen Paarl und De Doorns erinnerte stellenweise stark an Arizona oder Utah.




Ein Unterschied zu den genannten Regionen in den USA ist hier die Sicherheitslage. Denn gerade die Gegend zwischen Worcester und Touwsrivier machte keinen sonderlich guten Eindruck. Sehr einsam gelegen, durchquert man lediglich einige kleinere Ortschaften. Ansonsten warnen auf einem circa 30 km langen Abschnitt immer wieder Schilder davor, anzuhalten. Sämtliche Rastplätze schmückten Warnhinweise mit der Aufschrift „Hi-Jacking-Hotspot“. Offenbar kommt es hier häufig zu Entführungen mit Lösegeld-Forderungen. Diesen Eindruck unterstrichen die Gestalten, die Durchreisende mit Waren zum Anhalten bewegen wollten. So richtig kaufte man ihnen das ehrliche Kaufmannsdasein nicht ab… Unser Problem war, dass wir ausgerechnet auf diesem Teil des Weges dringend eine Toilette benötigten, sodass wir schließlich an einer halbwegs sicher aussehenden Tankstelle anhielten. Glücklicherweise überstanden wir das Intermezzo ohne Schaden und kamen wenig später am Karoo 1 Hotel Village an.




Die Unterkunft ist wunderschön inmitten der Karoo gelegen – weitab vom nächsten Ort. Es handelt sich dabei um eine Farm großen Ausmaßes – ein Platz, an dem man sich wirklich optimal erholen kann. Leider hatten wir nur diese eine Nacht Zeit und mussten am nächsten Morgen in aller Frühe weiterfahren. Immerhin lagen 500 km Strecke nach Graaff-Reinet vor uns. Empfehlen können wir auch das farmeigene Restaurant: Sehr nette Kellner, leckeres Essen mit frischen Zutaten aus eigener Herstellung und dazu Wein – was will man mehr? Hier gönnten wir uns übrigens erstmals Springbock-Carpaccio – ein Gedicht…


Weil wir genug Zeit für das Valley of Desolation und einen ersten Game Drive haben wollten, ging es bereits gegen 8 Uhr weiter. Kurz nach Mittag erreichten wir planmäßig Graaff-Reinet. Leider war es extrem neblig und es regnete sogar leicht – zu dieser Jahreszeit sehr ungewöhnlich für die Halbwüste Karoo. So konnte man das beeindruckende Felsmassiv, welches die Stadt auf der Nordseite begrenzt, kaum ausmachen. Nach einem sehr netten Empfang durch die Besitzerin unserer Unterkunft, gespickt mit zahlreichen Informationen, beschlossen wir daher, zunächst in der Stadt etwas Essen zu gehen. Wir wollten abwarten, bis es aufklarte. Noch waren wir recht zuversichtlich, denn unsere Vermieterin hatte erklärt, dass die angesagten 90 % Regen normalerweise in vier Tropfen bestehen. Und die seien ja bereits gefallen. Doch kaum waren wir im „Our Yards“ angekommen, begann es monsunartig zu schütten und hörte für die nächsten zwei Stunden nicht mehr auf.

Klatschnass legten wir im örtlichen Spar-Supermarkt eine Pause ein, um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Vor der Tür lungerte ein Haufen zwielichtiger Gestalten herum. Sie kamen auf uns zu und verlangten, wir sollten ihnen Brot, Hühnchen, Wurst und Cola mitbringen. Das erinnerte stark an die "Beach Boys" in Kenia. Wir ignorierten sie bestmöglich und gingen hinein. Doch einer von ihnen folgte uns und erneuerte die Forderung nachdrücklich. Nach kurzem Überlegen beschlossen wir, dieser dreisten Forderung nicht nachzukommen. Mit unseren Einkäufen im Schlepptau verließen wir den Laden und ließen uns von den Typen nicht aufhalten. In der Hoffnung, dass es keine Probleme geben würde, marschierten wir schnurstracks durch ihr Spalier und bogen um die nächste Ecke. Nach ein paar Metern drehten wir uns um und stellten erleichtert fest, dass sie uns nicht folgten. Denn es war niemand in dieser Straße unterwegs und es wäre ein leichtes gewesen, uns zu überfallen. Aber es ging alles gut! Dies war im Grunde die einzige unschöne Situation in Südafrika. Wirklich bedrohlich war auch dieses Erlebnis nicht.




Ansonsten ist Graaff-Reinet ein wirklich hübsches Städtchen mit toller Architektur. Besonders die Kirche im Zentrum ist ein Hingucker. Aufgrund des heftigen Regens haben wir keine Fotos gemacht. Da es aber zumindest ein klein wenig aufklarte, entschieden wir uns dazu, doch noch in den Camdeboo Nationalpark (12 €) zu fahren. Am Eingang zum Valley of Desolation, das Bestandteil des Parks ist, wurde unser Auto peinlich genau kontrolliert. Die Ranger erklärten, man wolle dafür sorgen, dass keine Saufgelage stattfinden und Wilderei unterbinden. Denn obwohl die bizarren Felsen die Haupt-Attraktion sind, gibt es hier auch zahlreiche Tierarten. Auf dem Hinweg kreuzten bereits Kojoten unseren Weg. Oben angekommen, lag noch alles im Nebel. Immerhin drehte ein Schwarzadler seine Kreise und bot ein erstes Fotomotiv.




Je höher wir kamen, desto mehr verzog sich der Nebel – aber leider nicht ganz. Irgendwie muss man aber sagen, dass diese Wetterlage rund um die schroffen Felsgebilde sogar etwas für sich hatte. Schade war es trotzdem, dass wir aufgrund unseres eng gestrickten Zeitplans kein zweites Mal hierher kommen konnten. Daher nahmen wir den kurzen Craig Lizard Trail schon jetzt unter die Füße, um wenigstens ein paar brauchbare Fotos zu machen. Hier noch ein Panorama-Foto aus dem Valley of Desolation:


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Freitag, 10. April 2020, 17:43

Danach zog es uns schnell weiter zur Game Viewing Area des Camdeboo Nationalparks. Wir hatten ehrlich gesagt kaum Erwartungen, denn der Eintritt war im Preis des Valley of Desolations bereits enthalten. Außerdem fanden sich im Internet kaum Informationen darüber. Doch wir sollten positiv überrascht werden. Der Tier- und Artenreichtum war deutlich größer als gedacht. Wir sahen während der zweistündigen Tour mehrere Antilopenarten, Affen, Büffel, Zebras, Erdmännchen und Kojoten sowie zahlreiche Vogelarten. Das Highlight war definitiv der Kojote, der sich direkt vor uns am Wasserloch herumtrieb, heulte und seine Artgenossen herbei rief. Leider konnten wir nicht allzu lange bleiben, da die Gates in Kürze schließen würden. Toll war es trotzdem, das hautnah erleben zu dürfen!

Damit endete unser Abstecher in die Karoo. Müde fielen wir ins Bett, denn am folgenden Morgen wollten wir nicht allzu spät aufstehen, um möglichst viel Zeit für unsere erste richtige Südafrika-Safari im Mountain Zebra Nationalpark zu haben.

Wenn ihr euch für die Game Viewing Area interessiert, müsst ihr nur aus dem Valley of Desolation herausfahren und statt rechts nach Graaff-Reinet links auf die Landstraße einbiegen. Nach 2-3 km seht ihr rechter Hand das Gate. Ihr müsst lediglich euer Ticket auf dem "Tal der Verwüstung" vorzeigen. Dann dürft ihr ohne weitere Bezahlung passieren. Hier einige Fotos:

















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Bueri

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Freitag, 10. April 2020, 18:28

Hallo ihr Siegerländer
Danke für den Reisebericht. Darf ich eine kleine Korrektur anbringen? Ihr habt Schakale gesehen. Cojoten gibts in Südafrika nicht. Übrigens ein tolles Foto. :thumbup:
Ich bin auf die weiteren Erlebnisse gespannt.
Lg bueri

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M@rie

Buschbaby

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Freitag, 10. April 2020, 18:41

Wir sahen während der zweistündigen Tour mehrere Antilopenarten, Affen, Büffel, Zebras, Erdmännchen und Kojoten sowie zahlreiche Vogelarten.

und wenn das mit "Erdmännchen" gemeint ist, muss ich ebenfalls enttäuschen, das ist eine Manguste, vermutlich eine Fuchsmanguste bzw (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
lG M@rie

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Freitag, 10. April 2020, 19:21

Besten Dank für die Korrekturen! Wir müssen wohl schnellstens wieder hin und lernen. :saflag: Stimmt, laut Google-Bildern sollte das obere ein Schabrackenschakal sein. Und das untere ist eine Manguste. Erdmännchen kommen im nächsten Step aber auch noch. Und dann wirklich. :D

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Samstag, 11. April 2020, 12:45

Nur zwei Stunden von Graaff-Reinet entfernt, unweit von Cradock, befindet sich der Mountain Zebra Nationalpark. Wie viele andere Naturschutzgebiete Südafrikas steht er unter Verwaltung der halbstaatlichen Organisation SANParks. Angelegt 1937 zum Schutz der seltenen Kap-Bergzebras, ist das Areal - wohl auch dank seiner abseitigen Lage - eines der noch nicht so überlaufenen Juwele unter den Nationalparks der Kap-Region. Da wir stets auf der Suche nach solchen Orten sind, entschieden wir uns ohne langes Zögern für einen Besuch.

Tatsächlich sollten wir nicht enttäuscht werden. Vor allem landschaftlich hat das Schutzgebiet viel zu bieten – und auch die Artenvielfalt hat stetig zugenommen. Zu den spannendsten unter ihnen zählen für die allermeisten Besucher sicherlich Großkatzen wie Löwen, Geparden und Karakale. Allerdings müssen wir gestehen, keines dieser Tiere gesehen zu haben. Dies lag mit Sicherheit auch daran, dass es zuvor ungewöhnlich viel geregnet hatte und somit für die Tiere keine Notwendigkeit bestand, an die Wasserlöcher zu kommen. Dafür war alles grün und die Bewohner des Parks sahen gut genährt aus. Wir werden sicherlich wiederkommen! Und dann bleiben wir länger als eine Nacht/zwei Tage. Diesmal ging es ja darum, einen Überblick für künftige Reisen zu gewinnen. Beim nächsten Mal wird das Genießen einen höheren Stellenwert bekommen. Vor diesem Hintergrund sagen wir: Lieber eine Nacht als keine Nacht! Auch wenn vielfach zu mindestens 2-3 Nächten geraten wird. Man muss halt einfach wiederkommen - und da gibt es ja wahrlich Schlimmeres! :saflag:

Schon kurz nach der Einfahrt durch das Main Gate in Richtung Rezeption sahen wir die ersten Antilopen, Zebras und Strauße auf den Ebenen des Hochplateaus. Da wir ohnehin gut drei Stunden zu früh dran waren und erst um 14 Uhr unsere gebuchte Unterkunft beziehen durften, ließen wir uns Zeit und schossen erste Fotos von den Tieren - allen voran natürlich vom Namensgeber des Parks.



















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Samstag, 11. April 2020, 12:57

An der Rezeption angelangt, bezahlten wir die Eintrittsgebühr (25,04 €), absolvierten den Check-In und vergewisserten uns, dass wir auf der Liste für das Geparden-Tracking am nächsten Tag stehen. Der Hintergrund: Wir hatten seit November bereits dreimal versucht, per E-Mail oder Facebook über die SANParks-Seite zu reservieren, aber nie eine Antwort erhalten. Nun stellte sich aber heraus, dass wir stillschweigend auf der Liste standen. Zudem waren wir noch die einzigen Teilnehmer. Das freute uns natürlich sehr.

Da wir noch nicht in unsere Unterkunft konnten, beschlossen wir, trotz der unvorteilhaften Mittagszeit eine Runde über die Kranskop Loop zu drehen. Über Schotter- und Steinpisten führte die circa 25 km lange Strecke zunächst steil hinauf in die Berge und bot immer wieder tolle Fernsichten über die weiten Ebenen des Parks. Schließlich ging es ebenso steil abwärts. Mehrfach mussten wir durch Bäche fahren, die über die Ufer getreten waren. Nachdem wir diese Runde absolviert hatten, war klar: Die 4×4-Strecken sind für unseren Mietwagen absolut ungeeignet! Leider sahen wir nicht allzu viele Tiere. Aber das war aufgrund der Mittagshitze keine große Überraschung für uns. Aus Kenia wussten wir bereits, dass der frühe Morgen und der Abend die besten Zeiten für spektakuläre Sichtungen sind. So sahen wir neben weiteren Zebras und Antilopen lediglich einen Pavian. An einem Aussichtspunkt stiegen wir kurz darauf aus dem Auto und genossen die Fernsicht. Schön war es auch zu sehen, wie viel Wasser die Bäche führten. Immer wieder mussten wir mit dem Auto durch über die Ufer getretene Wasserläufe fahren. Im Vorfeld hatten wir davon gelesen, dass es hier schlimme Trockenphasen und Dürreperioden gibt. Umso schöner, das hier erleben zu dürfen.














Nach der ersten Ausfahrt durch den Park richteten wir uns zunächst in aller Ruhe in der Hütte im Restcamp ein. Wir hatten großes Glück und bekamen die vorletzte Einheit (Nummer 21) ganz am Ende der Straße zugeteilt. Die Unterkunft war toll: geräumige Küche, großzügige Veranda, bequemes Bett und ordentliches Bad. Sie war den Rondavels im Addo Elephant Park in allen Belangen weit überlegen - und noch dazu günstiger! Nachdem wir alles eingeräumt hatten, unternahmen einen kleinen Spaziergang auf dem Bald Eagle Trail und schauten uns den Pool an – ohne allerdings ins kühle Nass zu springen. Stattdessen brachen wir gegen 16 Uhr wieder auf, um noch ein paar Stunden für die Erkundung des Parks zur Verfügung zu haben. Denn um 19 Uhr mussten wir wieder im Camp sein, da alle Tore geschlossen werden.






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Samstag, 11. April 2020, 13:16

Wir hielten geradewegs auf die Wasserlöcher an der Ubejane Loop zu, hatten wir doch auf den Karten im Park gesehen, dass es hier zuletzt Löwen-Sichtungen gegeben hatte. Doch wir entdeckten keine Raubtiere – und mussten feststellen, dass die Strecke nach dem ersten Wasserloch gesperrt war. Die Seen waren so sehr über die Ufer getreten, dass der Weg nicht passierbar war. Also drehten wir und fuhren die Runde aus der anderen Richtung. Doch auch hier hatten wir weniger Glück mit Raubtieren als bei unseren Reisen nach Ostafrika oder später im Addo Elephant National Park. Aber wer will bei solch spektakulären Vogelsichtungen schon Löwen sehen? :D



Also disponierten wir um und steuerten die letzte Nicht-4x4-Schleife an, die wir noch nicht gefahren waren: die Rooiplaat Loop. Dies ist eine Ebene, die zwar landschaftlich nicht so spektakulär ist, dafür aber aufgrund des spärlichen Bewuchses gute Sichtungen ermöglicht. Aber auch hier sollte es mit größeren Tieren nicht klappen. Dafür achteten wir zunehmend darauf, was sich unten im Gras abspielt – und wurden belohnt. Wir entdeckten Hörnchen, Erdmännchen (diesmal wirklich!!!) und Meerkatzen. Manchmal muss man eben mit den kleinen Dingen zufrieden sein. Und wir sind ohnehin keine "Big-5"-Jäger. Uns geht es um Naturerlebnisse und das Entdecken von Neuem. Den Hörnchen beim Spielen zuzuschauen, kann aus meiner Sicht ähnlich viel Freude machen wie einen Elefanten zu beobachten. Aber das ist wohl Geschmackssache.













Trotz wenig spektakulärer Sichtungen waren wir uns am Abend einig, dass wir unsere erste Selbstfahrer-Safari genossen haben und die tolle Landschaft einiges an fehlendem Raubtier-Glück wettmachte. Den Abend ließen wir im Cattle-Baron-Restaurant des Restcamps mit einem Bier und einem Steak ausklingen. Beides war sehr lecker! Kaum lagen wir in den Federn, zog ein heftiges Gewitter auf. Es regnete ununterbrochen und sintflutartig, sodass wir immer wieder wach wurden.



Am nächsten Morgen fanden wir uns zeitig an der Rezeption ein, um das gebuchte Geparden-Tracking anzutreten – eines der Dinge, auf die wir uns im Vorfeld der Reise am allermeisten gefreut hatten. Denn man kann sich hier in Begleitung eines Rangers den freilebenden Geparden bis auf wenige Meter zu Fuß nähern. Doch leider beschied uns der freundliche SANParks-Mitarbeiter, dass es aufgrund der Regenfälle nicht möglich sei, durch das felsige Terrain zu den Raubtieren zu gelangen. Man finde auf den glatten, runden Steinen keinen Halt und die Gefahr eines Absturzes sei zu groß. Daher wurde die Unternehmung abgesagt. Wir könnten gerne morgen losziehen, fügte er an. Allerdings hatten wir uns schon im Addo Elephant Park eingebucht, sodass wir schweren Herzens absagten. Sollten wir irgendwann die Gelegenheit bekommen, wenn dieser verdammte Corona-Virus ausgestanden ist, werden wir das Geparden-Tracking aber sicherlich nachholen!

So blieb uns nichts anderes übrig, als langsam in Richtung Ausgang zu fahren. Dabei begegneten uns noch einige Antilopen, Zebras und Büffel. Doch in diesem Moment überwog die Enttäuschung, sodass wir den Anblick nicht mehr so richtig genießen konnten...

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Samstag, 11. April 2020, 14:08

Trotz wenig spektakulärer Sichtungen
wenig spektakulär? wisst ihr eigentlich, wie viele schon seit Jahren auf Safari gehen und noch nicht ein Erdmännchen in freier Wildbahn gesehen haben?

einiges an fehlendem Raubtier-Glück
und das Erdmännchen zu den Raubtieren gehören? :whistling: ;)
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Samstag, 11. April 2020, 15:46

Deswegen schrieb ich ja, dass wir keine "Big-5"-Freaks sind und uns kleine Tiere ähnlich viel Freude bereiten wie ein Elefant oder Löwe. Im Übrigen hat ja auch die Landschaft einiges zu bieten. Das :saflag: -Feeling zählt! ;) Die Wunschvorstellung ist natürlich ein schöner Mix aus kleinen und größeren Tieren - wobei die Größeren in der Regel spektakulärer wirken. Das liegt in der Natur der Sache! Die Erdmännchen haben wir trotzdem ziemlich gefeiert. 8) Dass das Raubtiere sind, ist mir übrigens auch klar! Ich denke, man kann erahnen, worauf ich mit dem Satz anspiele... :D

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Samstag, 11. April 2020, 18:17

Hallo

Sehr schöne Aufnahmen, mit welcher Kamera??

herzliche Grüsse
Wilfried

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Samstag, 11. April 2020, 19:16

Danke sehr. :) Wir haben zwei Canon EOS - eine 500d und eine 750d. Dazu folgende Objektive: ein Canon 10-18 mm Weitwinkel, ein Canon 18-135 mm als Immerdrauf und ein Tamron 150-600 mm als Zoom. Hat sich bisher als gute Preis-Leistungs-Kombi erwiesen. Nicht professionell, aber für uns reicht es.

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Sonntag, 12. April 2020, 10:51

Hi,

Den Abend ließen wir im Cattle-Baron-Restaurant des Restcamps mit einem Bier und einem Steak ausklingen.

da hier vermutlich viele mitlesen: Das Restaurant wird nicht von Cattle Baron betrieben. Essen ist dennoch akzeptabel, die Steaks reichen aber nicht an die von CB heran.

Nicht professionell, aber für uns reicht es.

Wichtiger als das beste Equipment ist in meinen Augen der richtige Blick und eine ruhige Hand. Besonders beim Blick bist Du wohl ziemlich weit vorne. Mir sind die tollen Fotos auch sehr positiv aufgefallen. :thumbup:

LG Lilly

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