[Corona] Diskussion: Die Unsicherheit wird grösser - Seite 24 - Reise-Informationen - Südafrika Forum

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Rhino

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Mittwoch, 24. Juni 2020, 01:50

Die WHO Afrika Chefin Moeti vermutet, dass das Virus in den afrikanischen Hotspots noch über mehrere Jahre herrschen wird (Heute in Welt Online berichtet). Das Problem in Afrika sei,dass aus ökonomischen Gründen kein monatelanger Lockdown durchzuhalten ist. Dann verhungern wohl mehr Menschen als das es Tote durch das Virus gibt. Leider ist das Western Cape der mit Abstand grösste Hotspot auf dem afrikanischen Kontinent. :(

Nah ja, das war auch schon vorher klar. Es kommt jetzt auch raus, dass der lockdown an sich illegal war. Der "Rat" hatte nur beratende Funktion und keine Exekutive oder Legislative Funktion. Mal sehen wie das noch ausgeht. Man glaettet wohl jetzt langsam aus der Affaere heraus.

Tourismus-Entwicklung ist schwierig einzuschaetzen weil man sowohl lokal als auch international die finanzielle Lage bzw. die Entscheidungen der Finanzinstitutionen noch nicht kennt. Es wird wohl wieder Geld erzeugt werden, was aber sein eigenen Probleme hat (Preisverzerrungen).

heinzz2006

heinzz2006

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462

Donnerstag, 25. Juni 2020, 14:11

Kgalagadi

Hallo zusammen: Habe im Februar für den Kgalagadi Nov/Dez 12 Nächte Nossob sowie Grootkolk über Sanparks gebucht,auch die Flüge mit Lufthansa (Windhoek) sowie das Auto wurden damals auch gleich mitgebucht. Ein paar Tage Aufenhalt auf Camps in der Region Mabuasehube sowie Kaa sind noch nicht bestätigt.
Wir kommen diesesmal wieder über Windhoek da die Autos Günstiger sowie sehr gut für diese Bodenverhältnisse besser Ausgestattet sind, und in den Kgalagadi über Mata Mata näher ist.
Unsere Frage:Wie sieht es zur Zeit wegen des Virus aus,ausser die Flüge könnten wir alles Stornieren (Flüge bis zum Ende nächsten Jahres kostenlos verschieben) Habe Heute Gelesen das es zur Zeit in SA nicht sehr gut aussieht,ist über Namibia der Kgalagadi über Mata Mata geöffnet oder zu,sollen wir noch abwarten Denke bis September, oder gleich Anfangen alles zu verschieben.(Wäre März/April bzw.ab Oktober besser)

Mfg heinzz2006

leser

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463

Donnerstag, 25. Juni 2020, 14:46

mE ein Fall für die
»leser« hat folgendes Bild angehängt:
  • da hilft nur die Kristallkugel.jpg

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Serengeti (Heute, 15:48), Blinki (26. Juni 2020, 02:08), heinzz2006 (25. Juni 2020, 15:04)

maddy

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Donnerstag, 25. Juni 2020, 15:01

Hallo Heinz,

Ach, wer hat denn nun wieder die beruehmte Kristallkugel verlegt??!

Unsere Frage:Wie sieht es zur Zeit wegen des Virus aus,ausser die Flüge könnten wir alles Stornieren (Flüge bis zum Ende nächsten Jahres kostenlos verschieben) Habe Heute Gelesen das es zur Zeit in SA nicht sehr gut aussieht,ist über Namibia der Kgalagadi über Mata Mata geöffnet oder zu,sollen wir noch abwarten Denke bis September, oder gleich Anfangen alles zu verschieben.


Wie das zur Zeit aussieht kann ich dir genau sagen, aber was nuetzt es dir, wenn du doch im November/Dezember reisen willst?

Zur Zeit sind die Landesgrenzen fuer Touristen verschlossen (also auch Mata Mata, da der KTP in Suedafrika liegt und nicht in Namibia. Die Suedafrikanischen Parks sind nur fuer self-drive Tagesausfluege geoeffnet. Alle Unterkuenfte sind fuer Touristen verschlossen. Restaurants sind zu. Aber es ist ja erst Juni! Bis im November kann noch sehr viel geschehen!

Also ich hoffe dass du die Kristallkugel noch findest!

Gruss aus Sodwana
Maddy

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Blinki (26. Juni 2020, 02:09), toetske (26. Juni 2020, 00:16), heinzz2006 (25. Juni 2020, 15:03)

Dicobo

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Donnerstag, 25. Juni 2020, 17:45

Da Namibia das Land noch mehr abschottet als Südafrika und auch sehr erfolgreich mit dem Virus ist,könnte ich mir eher vorstellen,dass Südafrika die Einreise bis November/Dezember erlaubt und Namibia weiter abgeschottet bleibt.Vielleicht letztendlich die Flüge auf Jo.burg umbuchen und von dort zum KTP fahren.Aber das kann frühestens Ende September/Anfng Oktober entschieden werden,da frühestens dann der Peak überschritten sein wird und die südafrikanische Regierung entscheiden wird,wie es mit dem Tourismus weitergeht.

Blinki

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466

Freitag, 26. Juni 2020, 09:38

Hallo zusammen: Habe im Februar für den Kgalagadi Nov/Dez 12 Nächte Nossob sowie Grootkolk über Sanparks gebucht,auch die Flüge mit Lufthansa (Windhoek) sowie das Auto wurden damals auch

Guten Tag Heinzz2006,
Du wirst LH powered by Eurowings operated by SunExpress Deutschland gebucht haben. Wie Anfang der Woche bekannt wurde, wird SunExpress Deutschland von den Muttergesellschaften (Lufthansa & Turkish Airlines) abgewickelt: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Der Flugbetrieb wird ab heute, 26. Juni, eingestellt.

Somit kannst Du davon ausgehen, dass Deine Flüge auch nicht statt finden werden.
MfG
Blinki

Serengeti

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Freitag, 26. Juni 2020, 12:20

Tja Heinz,

uns geht es ähnlich. Für Feb 12 Nächte im KTP gebucht. Allerdings sonst noch nichts drum herum 8)

Wir lassen mal alles auf uns zukommen.
VG
Serengeti

mmsa

klipdassie

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468

Freitag, 26. Juni 2020, 13:12

Somit kannst Du davon ausgehen, dass Deine Flüge auch nicht statt finden werden.
MfG
Blinki


Das klingt so als ob du dir deiner Sache sehr sicher bist. Ich hätte immer gedacht, dass bei so einer Konstellation das ein Problem von LH ist. Der Vertragspartner ist doch LH. Das die einen Subunternehmer sich genommen haben (operated by SunExpress), ändert doch nichts an dem Beförderungsvertrag, den Heinz mit LH durch die Buchung geschlossen hat, oder? Wenn ich mit einem Generalunternehmer einen Bauvertrag schließe und der einen Elektriker eingestellt hat, der pleite geht, dann ist er doch auch nicht raus aus der Erfüllungspflicht.

Irgendwelche Anwälte im Forum? ?( ?( ?(

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Bär (26. Juni 2020, 21:06)

Blinki

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469

Freitag, 26. Juni 2020, 13:23

Hat die Airline die Flugstreichung mehr als 14 Tage im Voraus
angekündigt, besteht kein Anspruch auf eine Entschädigungszahlung
sondern nur auf die Rückerstattung der Ticketkosten.
MfG
Blinki

Dicobo

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470

Gestern, 21:24

Ich hoffe nicht,dass das Land kollabiert. Die Mischung aus Corona, Armut, wegbrechender Tourismus...vielleicht über Jahre....bringt den Staat an den Rand der Belastungsgrenze. Der Hunger in der armen Bevölkerung führt vermutoich zu stark steigender Kriminalität und Plünderungen.Die Aussichten sind ganz düster. Nächste Woche werden wir unseren geplanten viermonatigen Aufenthalt einschliesslich einer tollen Rundreise stornieren. Das sind dann nur von uns etwa 20.000 Euro Ausfall für die Wirtschaft des Landes. Alles sehr sehr traurig !

Rhino

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471

Heute, 00:03

Ich hoffe nicht,dass das Land kollabiert. Die Mischung aus Corona, Armut, wegbrechender Tourismus...vielleicht über Jahre....bringt den Staat an den Rand der Belastungsgrenze. Der Hunger in der armen Bevölkerung führt vermutoich zu stark steigender Kriminalität und Plünderungen.Die Aussichten sind ganz düster. Nächste Woche werden wir unseren geplanten viermonatigen Aufenthalt einschliesslich einer tollen Rundreise stornieren. Das sind dann nur von uns etwa 20.000 Euro Ausfall für die Wirtschaft des Landes. Alles sehr sehr traurig !
....
Es gibt zwar die allgemeine wirtschaftliche Belastung der Bevoelkerung und somit auch eine Unterversorgung. Andererseits ignoriert man vor allem in den aermeren Landesteilen die Lockdownmassnahmen in ihrer Gesamtheit. Da macht uebrigens auch die Polizei mit. Die tun zwar so als ob sie Leute kontrollieren und dann wird ein wenig Maskenball und Haendewaschen gespielt und das wars dann auch schon. Ferner arrangiert man sich auch einfach mit der Situation. Das Problem ist vor allem der Bargeldfluss aus den Staedten, wenn Personen daran gehindert werden zu arbeiten, bekommen die keinen Lohn und den koennen die auch nicht an ihre Gemeinschaft zu Hause weitergeben. Andererseits blueht auch der informelle Handel - wo das Finanzamt dann allerdings weit weniger dran mitverdient.
Kurz: In den Metropolen haelt sich vor allem die Mittelschicht and die Lockdownregeln. Typisches Profil: Weiss, Mitteljaehrig, bislang ueberdurchschnittliches Einkommen, ansonsten regelgehorchend, gebildet usw. Die schwarze Mittelschicht scheint da auch bei mitzumachen. Und ihre Angestellten spielen da notgedrungen bei mit.
Ansonsten wird sich aber nicht gerade an die Regeln. Vor allem wenn man schwarz, arm, ungebildet, laendlich usw. ist - haelt man sich nicht dran. Das ist auch so pedantisch mit den Regeln, dass man sich da eher nicht dran haelt, weil man sonst nichs anderes machen kann - z.B. was noetig ist den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Alkohol und Zigaretten sind offiziell nicht zu erhalten. Inoffiziell aber genauso wie Drogen zu einem Aufpreis versteht sich. Angemeldete Straftaten werden bei der Polizei nur nachlaessig registriert und auch sonst ist das da eher ein durcheinander. Also wenn sich einer wundert warum die Kriminalitaet scheinbar abgenommen hat, jetzt weiss er warum.

Interessant ist, dass gerade diejenigen, die sich an die Covid-Lockdown-Regeln halten, demographisch eher von Infektion, Krankheit und Todesfaellen betroffen sind. Wen das nicht so aufregt, der scheint da weit weniger von betroffen zu sein.
Und seien wir mal ehrlich. Wenn das was Staat, Staatsmediziner und die staatstragenden Medien auch nur annaehernd gestimmt haette, dann wuerde es nicht nur ein paar Faelle geben (Wo die Diagnose trotz energischen Beteuerns eher zweifelhaft ist), sondern mindestens hundertausende von Todesfaellen und zwar quer durch demographische Kategorieren mit nur leichterem Anstieg bei bestimmten Gruppen. Das blieb Gott sei Dank bislang aus. Aber wenn dieses Spielchen so weiter getrieben wird, dann kann das durchaus noch eintreffen. Wohl nicht vom 'neuen Coronavirus' (Die alten wurden mit Erkaeltungen assoziiert) dafuer allerdings durch Mangelernaehrung und entsprechende Folgeerscheinung. Hierbei vermute ich mal, dass man sich vom Lockdown noch erholen koennten. Das Problem werden die "Krisenbewaeltigungsmassnahmen" seitens der Regierung sein. Und man hat ja bereits angekuendigt, die Krise zur "Transformation" zu nutzen.

Die unsinnigen Regeln - Die wie gehabt gar keine Rechtskraft, stattdessen aber einen beachtlichen Teil der Medien- und Staatsmacht hinter sich haben - sind nicht nur nicht nachzuvollziehen. Nein, die sind so unsinnig man muss ja schon studiert haben die zu begreifen und vor allem Zeit haben die einzuueben. Also Masken tragen, obwohl das durchaus gesundheitsschaedlich sein kann, wie jeder, der sich mit Arbeitsschutz auskennt weiss. Und dann hochprozentigen Alkohol auf die Haende - dieweil man geringerprozentigen gerade wieder verboten hat. Uebrigens ist der Reinigungsalkohl auch ein Problem fuer abstinente Alkoholiker, weswegen es ja auch andere Reinigungsmittel gibt.

Nah, ja man wird noch sehen was geschieht. Es scheint auch so zu sein, als ob die hoechsten Staatsorgane mehr und mehr dabei sind ihre Glaubwuerdigkeit zu verlieren und die Menschen einfach nur das tun was sie gerade wollen. Das hat den Vorteil das, die auch bei arbeitenden Menschen kuenftig weniger dazwischenfunken werden. Der Nachteil ist aber, dass es so wohl auch weniger Rechtssicherheit geben wird, wobei die bereits durch verschiedene Regierungsaussagen in Frage steht. Mir kommt das so vor, als ob die ANC-Spitze allen zeigen will was fuer despotische Dilletanten sie eigentlich sind. Die naechsten Wahlen, falls es noch mal welche gibt, duerften recht interessant werden. Die Erhoehung des Sozialhilfegeldes weist auch darauf hin, dass man Angst hat das weite Teile der Stammwaehler (bzw der Nichtwaehler, die uebrigens mehr als die Haelfte der Wahlberechtigten ausmachen) sich demnaechst politisch anders entscheiden werden. Will heissen das derzeitige Modell wird auf eine harte Probe gestellt werden. All die Probleme aufzulisten, wuerde hier aber zu weit fuehren.

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Marc (Heute, 13:27)

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Dr. Iveyn

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Heute, 11:12

Welche Massnahmen wirklich kausal wirken, welche allenfalls nur mit der Ab- und Zunahme von Infektionen korrelieren und aus welchem Grund sie das tun, ist wohl noch immer nicht restlos geklärt. Das hat mir zumindest gestern ein guter Freund, der über entsprechendes Fachwissen verfügt,plausibel erklärt. Man weiss schlichtweg noch immer nicht sehr viel über das Virus. Die Verbreitung von Viren verläuft ausserdem nicht linear und hängt von extrem vielen, noch nicht geklärten Faktoren ab, was die Wirksamkeit von einzelnen Massnahmen noch schwerer ergründbar macht. Das der Einsatz solcher Massnahmen, gerade in Staaten wie SA, allenfalls für politische Machtspiele missbraucht wird, halte ich auch für sehr gut möglich bzw. sogar für wahrscheinlich. Zudem ist der trade off von lock-down-Massnahmen in armen Ländern mit einem schlechten System der sozialen Sicherheit einfacht extrem hoch im Vergleich zu unseren Breitengraden, sodass deren Sinnhaftigkeit schon aus diesem Grund hinterfragt werden kann. ich wäre dennoch vorsichtig mit irgendwelchen Hypothesen über den Verlauf der Epidemie, wenn man anders gehandelt hätte. Dafür weiss man einfach noch viel zu wenig. Ausserdem ist man im Nachhinein immer schlauer. :)

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Marc

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473

Heute, 13:45

Welche Massnahmen wirklich kausal wirken, welche allenfalls nur mit der Ab- und Zunahme von Infektionen korrelieren und aus welchem Grund sie das tun, ist wohl noch immer nicht restlos geklärt. (...) Man weiss schlichtweg noch immer nicht sehr viel über das Virus. Die Verbreitung von Viren verläuft ausserdem nicht linear und hängt von extrem vielen, noch nicht geklärten Faktoren ab, was die Wirksamkeit von einzelnen Massnahmen noch schwerer ergründbar macht. (...) ich wäre dennoch vorsichtig mit irgendwelchen Hypothesen über den Verlauf der Epidemie, wenn man anders gehandelt hätte. Dafür weiss man einfach noch viel zu wenig. Ausserdem ist man im Nachhinein immer schlauer. :)


Das ist ja auch logisch, wenn man darüber nachdenkt. Es gibt eine Vielzahl an Faktoren, die Einfluss auf die Verbreitung haben und hier wird offenbar auch wissenschaftlich noch relativ stark im Trüben gefischt - was mich allerdings wieder ein wenig erstaunt, da die Forschung hier ja eigentlich auf maximaler Leistung laufen müsste. Wahrscheinlich brauchen solche Studien auch einfach Zeit...

Im Falle der Schlachthöfe wurde z.B. wiederholt diskutiert, dass eine Temperatur zwischen 2 und 8°C in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit für eine massive Verbreitung ausschlaggebender sein könnte, als die menschliche Nähe. Wenn das so sein sollte, würde das auch die steigenden Fallzahlen im südafrikanischen Herbst erklären und eine Vorschau auf unseren Herbst in Europa sein.

Aus meiner Perspektive steht die Frage im Raum, wie man zukünftig gesellschaftlich damit umgehen möchte. Im ersten Halbjahr 2020 hat sich die Menschheit den Luxus geleistet weitestgehend präventiv zu agieren, diesen "Luxus" kann sich die erste Welt vielleicht sogar noch ein zweites Mal erlauben, 90% der Weltbevölkerung sind aber nicht in dieser Position. Entsprechend hat die zweite und dritte Welt (also auch die Townships) gar keine andere Wahl, sie werden weiterhin ausprobieren, wie tödlich das Virus tatsächlich ist, die Alternative ist zu verhungern.
Schöne Inselgrüße Marc

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Marchese (Heute, 14:19)