SA für Anfänger - Hochzeitsreise ins Unbekannte - Seite 3 - Reise-Informationen - Südafrika Forum

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LIRPA 1

Gaukler

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Donnerstag, 9. Januar 2020, 10:19

Hi,

ganz kurz noch mal zur Richtigstellung: Ich ging nicht von einem bearbeiteten Photo aus, es sieht nur aus wie (schlecht) retuschiert, durch die geraden Linien. Bei den Hörnern ging ich auch davon aus, dass es so passiert ist und ich halte das für ein geniales Erlebnis. Wir hatten jedenfalls bei allen Reisen noch nie eine Zusammenkunft der beiden Arten noch dazu interagierend. ich denke auch im Forum wirst Du nicht viele Photos von so etwas finden.

Danke :danke: für die Erläuterung, nötig war sie nicht. Schön ist auch, dass wir dadurch noch das Photo mit mehr Landschaft bekommen haben. :thumbsup:

Hat der Guide eigentlich etwas dazu gesagt, dass der Löwe sich in einer Impala Toilette lümmelt?

Tolle Fledis am Tage!

LG Lilly

M@rie

Buschbaby

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42

Donnerstag, 9. Januar 2020, 10:38

.... überhaupt das Glück zu haben Black Rhinos :love: zu sichten, selbst das ist schon vielen SA-Reisenden (auch Wiederholungstätern) nicht unbedingt "vergönnt" ;) .... ich persönlich kann mich an jedes Einzelne (nebst Standort und Herzklopfen) ganz genau erinnern :)
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, erst einmal kein Kruger in Planung *schnüff* ,,,^..^,,,

kOshi

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43

Donnerstag, 9. Januar 2020, 12:44

Bei den Hörnern ging ich auch davon aus, dass es so passiert ist und ich halte das für ein geniales Erlebnis. Wir hatten jedenfalls bei allen Reisen noch nie eine Zusammenkunft der beiden Arten noch dazu interagierend. ich denke auch im Forum wirst Du nicht viele Photos von so etwas finden.
Ja, auch Lucky meinte, dass er seit 7 Jahren dort arbeitet, aber so eine intensive Interaktion zwischen Black and White erst zum zweiten oder dritten Mal sieht.
Wir kamen tatsächlich zu Beginn dieser ganzen Szene. Da standen Black und White Rhinos noch auseinander. Doch schon zu diesem Zeitpunkt drehte das eine Spitzmaulnashorn bissl am Rad, wie ihr evtl hier anhand der Staubwolke um sich rum sehen könnt. Denn es tobte umher, rannte von A nach B und stupste immer alle an - und dann irgendwann auch die Breitmaulnashörner :D



Und dann begann das antasten der beiden - aber wie ihr sehen könnt, vorneweg immer das eine freche Spitzmaulnashorn (das Rechte, das so grinst 8o )








Hat der Guide eigentlich etwas dazu gesagt, dass der Löwe sich in einer Impala Toilette lümmelt?
Kann sein, da Lucky immer gerne viel zu allen Sichtungen erzählt hat - egal ob Löwe oder Vogel. Erinnern kann ich mich aber nicht, da ich wie in einer Trance war :D

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kOshi

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Freitag, 10. Januar 2020, 23:52

TAG6 - 29. Juni: Balule Game Reserve

Same procedure as every day - kurz vor 6 Uhr klingelt der Wecker – der nächste Morning Drive ruft. Carina wird langsam zu einer echten Frühaufsteherin… zumindest sobald der erste Fahrtwind ihr ins Gesicht pustet. Ein Adler begleitet uns ein paar Meter bevor er seine Kreise zieht. Nun sehen wir endlich die, die wir bislang nur jede Nacht hörten: Hyänen. Und noch eine weitere Tradition pendelt sich jetzt so langsam ein: Wir besuchen zu Beginn unseres Game Drives „unsere“ Leopardin, die noch immer oder eher schon wieder auf dem Baum sitzt. Heute hat sie eine neue Impala erlegt, die neben dem mittlerweile kaum noch vorhandenen Kadaver vom Vortag hängt.
Den Rest des Vormittags verbringen Lucky und Richard damit gezielt nach einem hier in der Nähe ansässigen Löwenrudel zu suchen. Immer wieder halten wir. Die beiden steigen ab, verschwinden für die Spurensuche im Busch und lassen uns allein im Wagen. Unsere Gruppe scherzt und hat sogar schon einen Ersatzfahrer auserkoren, der losfährt, falls die beiden nicht mehr auftauchen oder ein Löwe uns angreifen sollte. Trotz fehlender Löwen freuen Carina und ich uns über jedes Tier, das wir sehen – ob Impala, Elefant oder Büffel. Wir versuchen jeden Moment einzufangen und festzuhalten und genießen einfach die Zeit zusammen im Busch, in dieser traumhaften Atmosphäre mit dieser besonderen Flora und Fauna. Für den Tee/Kaffee am Morgen halten wir an einem Wasserloch und sehen den Elefanten beim Trinken und Nilpferden beim Baden zu.

Auch beim Nachmittags-Game Drive fangen wir mit „unserer“ Leopardin an und begeben uns im Anschluss daran wieder auf die Suche nach dem Löwenrudel. Auch dieses Mal sehen wir wieder so viele wunderschöne Tiere: Giraffe, Nilpferd, Nashorn und Elefant, aber die Löwen bleiben vor uns verborgen. Als es schon dunkel ist und wir auf dem Weg zurück zur Lodge sind, hat der Tag noch ein weiteres Highlight für uns parat – meine Lieblingstiere – Wildhunde. Im Scheinwerferlicht des Autos spielen ca. zehn Wildhunde und das gerade einmal nur 1 Kilometer von der Lodge entfernt. Ich bin so gefesselt von dem Anblick der Tiere, dass mir viel zu spät einfällt, Fotos zu machen. Da es Nacht ist und sowohl wir als auch die Hunde in ständiger Bewegung sind, gelingt mir leider kein gutes Foto. Dennoch schlafe ich in dieser Nacht mit einem breiten Grinsen ein – Wildhunde, Leoparden und noch so viel mehr – was ist das für eine traumhafte Welt!

Gefahrenen Kilometer: 0km




Game Drive am Morgen - erste Sichtung eine Hyäne





Leopardin am Morgen



Lucky und Richard auf Löwensuche









Unsere Teepause am Wasserloch - nur ein paar Meter von Nilpferden und Elefanten entfernt















Mama (im Wasser) mit schlafendem Baby (an Land)



Kurz vor unserer Lodge meine Lieblingstiere - Wildhunde

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kOshi

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Samstag, 11. Januar 2020, 23:53

TAG7 - 30. Juni: Balule Game Reserve - Krüger Nationalpark

Der letzte Morgen in der Mohlabetsi Safari Lodge und somit im Balule Game Reserve bricht an. Aus unserer einstigen lustigen Reisegruppe, die sich am ersten Tag hier in Balule zusammengefunden und einen Wagen geteilt hat, sind nur noch wir übrig geblieben. Aber was solls, mehr als uns zwei und diese traumhafte Kulisse brauchen wir nicht, um glücklich zu sein. Zudem schließen wir an diesem Morgen Freundschaft mit einer bezaubernden Familie aus Deutschland, der wir im Laufe unserer Reise immer wieder begegnen werden. Lucky entscheidet die Leopardendame an diesem Morgen aus dem Programm zu streichen und sich ganz der Löwensuche zu widmen. Immer wieder halten wir kurz, um nicht alles zu verpassen. So sehen wir im Lichte der aufgehenden Sonne eine Nilpferdfamilie, Büffel und Giraffen. Nach 45 Minuten halten wir an der Straße und Lucky deutet nach links. Dort befinden sich angeblich bis zu 15 Löwen, ein Männchen mit seinen Weibchen und wohl fünf Jungen. Lange starren wir ins „Nichts“, bis wir nach einer gefühlten Ewigkeit tatsächlich im Dickicht Bewegungen ausmachen können. Zwischen Zweigen und Gestrüpp ragt immer wieder ein Teil eines Löwen heraus. Allein jetzt hat sich unser Fernglas mehr als bezahlt gemacht! An uns braust ein Jeep vorbei und fährt durch den Busch direkt ans Löwenrudel heran. Uns ist das leider nicht erlaubt, da dieser Bereich einer anderen Konzession angehört. So bleibt uns nichts anderes übrig als zu warten. Auf einmal erblicken wir drei Löwenweibchen – die Jagd beginnt, meint Lucky. Doch so schnell sie aufgetaucht sind, sind sie auch wieder verschwunden. Es soll einfach nicht sein. Nach weiteren zwei Stunden entscheiden wir uns dann doch weiterzufahren. Auf dem Weg zurück zur Lodge nehmen wir uns noch Zeit für eine Elefantenherde, die uns umzingelt und mit ihren Rüsseln bis auf wenige Zentimeter an uns herankommt und sich dabei immer wieder schütteln. „Er mag eure Gerüche nicht“, lacht Lucky.

Der Abschied von Tony und dem Mohlabetsi Team fällt uns schwer. Es waren einfach unfassbar schöne Tage – doch die Straße ruft und wir machen uns auf den Weg, denn unser nächster Punkt verspricht mindestens genauso viel Spannung. Nachdem ich nun vier Tage lang Lucky zusehen konnte und von Richard das Fährtenlesen abgeschaut habe (oder auch nicht), begeben wir uns nun zum Krüger, um die Wildnis auf eigene Faust zu erkunden. Allerdings nicht ohne einen kleinen Umweg zum „Glencoe Giant Baobab Tree“ – ein Tipp von Uwe aus der Iketla Lodge. Der Giant Baobab ist mit einem Durchmesser von knapp 16 Metern der zweitgrößte Boabab-Baum Südafrikas. Und in der Tat wirken wir vor ihm wie kleine Ameisen. Wir sind verwundert, dass wir die einzigen Menschen/Touristen sind – weit und breit ist hier niemand zu sehen. Eine herrliche Stille!

Nun geht es weiter zum Krüger, genauer gesagt zum Orpen Restcamp, das ich aufgrund zahlreicher Empfehlungen hier aus dem Forum in unsere Reiseroute aufgenommen habe. Mit gerade einmal 15 Häusern ist es das kleinste Restcamp im Krüger und bietet somit genau das, was wir suchen: Stille und Abgeschiedenheit inmitten der Natur. Die Größe des Camps ist wirklich niedlich und genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Einziger Minuspunkt ist die doch recht dunkle Gestaltung der Hütten. Nach Sonnenuntergang bereiten wir in der Außenküche unser Essen zu, als jemand aus einem Nebenhaus von Tür zu Tür geht und alle informiert, dass am Wasserloch ein Nashorn und ein Leopard trinken. Was für eine herzliches Miteinander! Gefühlt stehen wir mit dem gesamten Camp am Zaun und beobachten das Spektakel. Nach dem Essen legen wir uns zeitnah ins Bett. Der Wecker klingelt bereits um 5 Uhr – Carina ächzt – aber wir haben morgen wieder viel vor.

Gefahrene Kilometer: 117 Km




Die letzten Kilometer im Balule Game Reserve



Eine Löwin macht sich auf die Jagd





Staub statt Sonnenmilch





Der Baobab Baum inmitten einer traumhaften Kulisse



Wir haben ihn erreicht - den Krüger National Park



Unsere ersten Meter im Krüger





Das Orpen Restcamp

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kOshi

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Montag, 13. Januar 2020, 01:31

TAG8 - 01. Juli: Kruger Nationalpark

Kurz nach 7 Uhr passieren wir die Schranke und machen uns über Satara und Skukuza auf den Weg zum Pretoriuskop. Entspannt fahren wir mit 30 bis 40 km/h auf einer fast komplett leeren Straße. Innerhalb der ersten Stunde sehen wir Gnus, Elefanten, Kudus, Giraffen und wie kann es anders sein - Impalas. Auf einmal stauen sich vor uns um die 20 Autos. Nur langsam kommen wir voran und die besten Plätze am Straßenrand sind vergeben. Dennoch erhaschen wir einen kurzen Blick auf das Interesse der wild knipsenden Mengen: Auf einem Baum sitzt ein Leopard mit einer halb abgeknabberten Impala und unter dem Baum kreist eine hungrige Hyäne, die darauf wartet, dass Reste „vom Himmel“ fallen. Was für ein Szenario! Wenige Augenblicke später müssen wir uns aber aufgrund der hupenden Autos langsam in Bewegung setzen. Ein paar Kilometer weiter erreichen wir Satara.

Nach einem kleinen Snack und einer schnellen Besichtigung des Camps machen wir uns weiter auf den Weg und erreichen nach wenigen Minuten ein Wasserloch, an dem wir eine Stunde verweilen. Der Grund hierfür ist das rege Treiben der Tiere. Denn neben einer Herde Impalas, Zebras, Gnus und Paviane, die alle zum Trinken hergekommen sind, badet auch eine Hyäne im Wasserloch. Das Gesicht mit Schlamm eingesuhlt möchte sie bei diesen Temperaturen wohl auch gar nicht so wirklich herauskommen. Auch das nächste Wasserloch ist gut besucht, denn 50 Büffel baden darin. Immer wieder erblicken wir am Wasserlauf der Flüsse Giraffen und Elefantenfamilien. Und auch dieses Mal kommt das Highlight kurz bevor wir im nächsten Restcamp eintreffen. Denn wie aus dem Nichts schreit Carina auf einmal auf und bittet mich zu halten – und tatsächlich hat sie etwa zwei Meter neben der Straße mitten im Dickicht einen Leoparden erspäht, der kurze Zeit später zwischen den nun uns umzingelnden Automengen die Straßenseite wechselt und dann wieder im Busch verschwindet - ohne das ich es geschafft habe ein schönes Bild zu machen. Kurz vor Skukuza geht auch noch mein Vogelwunsch in Erfüllung: Zwei Hornraben scharren dicht an der Straße im Boden und suchen nach Nahrung.

Nach dem Stopp in Skukuza (die Sanitäranlagen waren bei unserem Besuch grenzwertig) geht uns ein wenig die Zeit aus und wir müssen uns zwingen, nicht ständig zu halten und zu verweilen. Doch kurz vor Pretoriuskop biegen wir doch nochmal zu einem Wasserloch (Shitlhave) ab – zum Glück. Denn hier sehen wir allein in 30 Minuten Wasserböcke (inkl. des ersten Männchens), schlafende Nilpferde und Zebras.

Nach dem Check-In im Pretoriuskop beziehen wir unsere Hütte, vor der sich Helmperlhühner, Zwergmangusten, Baumhörnchen, Grünmeerkatzen und Buschböcke tummeln - Wie schön! Im Anbruch der Dunkelheit stellen wir jedoch nun fest, dass um uns herum alle ihren Brai anschmeißen. Da wir weder eingekauft (Fleisch, Grillkohle und Co) noch große Lust zum selber kochen/grillen haben sind wir heilfroh, dass wir uns heute bei Wimpy schnell was holen können.

Gefahrene Kilometer = 190 km


Erste Tiersichtungen im Kruger (Orpen - Satara)











Tiersichtungen zwischen Satara und Skukuza






















Tiersichtungen im Skukuza Restcamp








Tiersichtungen am Wasserloch (Shitlhave)










Pretoriuskop



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kOshi

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Dienstag, 14. Januar 2020, 00:47

TAG9 - 02. Juli: Kruger Nationalpark

Und wieder sind wir pünktlich um 7 Uhr auf der Piste auf dem Weg zur CROCODILE BRIDGE SAFARI LODGE (bitte nicht mit dem Restcamp verwechseln!). Zu Beginn fahren wir nochmal zum Wasserloch Shitlhave und werden auch heute nicht enttäuscht. Im Gegenteil, es wirkt sogar noch lebendiger als gestern. Wir verbringen einige Zeit mit der Beobachtung einer Herde Zebras (Carinas Lieblingstiere), Gnus, Wasserböcken, Nilpferden, Giraffen und einem majestätischen Schreiseeadler, der über uns kreist. Auf halber Strecke auf dem Weg in Richtung Lower Sabie halten wir noch in Nkuhlu, einer Aussichtsplattform, und betrachten die unendliche Weite des Krügers. Neben uns schreit eine Frau kurz laut auf und fängt an zu weinen – dem kurzen Schrecken weicht ein Lächeln. Vor ihr kniet ihr Freud und macht ihr einen Heiratsantrag. Carina und ich lächeln, nehmen uns in den Arm und genießen noch ein wenig den Moment. Wir erinnern uns wieder einmal mehr an unsere wundervolle Hochzeit und wissen: Genau SO haben wir uns unsere Hochzeitsreise vorgestellt und es war definitiv die richtige Entscheidung dazu nach Südafrika zu fahren.

Auf dem zweiten Teilstück zum Lower Sabie Camp wird die hohe Tierdichte in diesem Gebiet deutlich. Wir sehen Elefanten, Giraffen, Büffel, Paviane und einen afrikanischen Habichtsadler. Unerwartet hält ein Auto direkt neben uns und ein freundlicher, gutgelaunter Mann verrät uns à la stille Post ein kleines Geheimnis: In ca. 3 Kilometern werden wir auf der linken Seite eine Sandbank am Sabie sehen, auf der sich eine Löwin sonnt! Wir halten Ausschau und tatsächlich sehen wir sie an besagter Stelle, wenn auch nur in ganz weiter Ferne. Ein weiteres Highlight auf diesem Teilstück ist der Sunset See kurz vor Lower Sabie, an dem wir in kurzer Zeit folgende Tiere sehen: Nilpferd, Krokodil, Nimmersatt, Nilwaran, Mohrenklaffschnabel, Schmiedekiebitz, Kronenkiebitz, Silberreiher, Graureiher und Blaustirnblatthühnchen.

In Lower Sabie kaufen wir uns einen kleinen Snack und besichtigen das Camp. Dieses gefällt uns so gut, dass wir uns vornehmen beim nächsten Mal hier mindestens 2-3 Nächte zu verbringen. Allein die Terrasse mit dem Ausblick auf den Lower Sabie River ist unbeschreiblich schön und raubt uns den Atem und wir vergessen ein wenig die Zeit. Die Flora und Fauna ist in diesem Abschnitt voller Leben. Im seichten Wasser des Lower Sabie sehen wir Wasserböcke, Giraffen und Nilpferde und Krokodile.

Es geht weiter Richtung Crocodile Bridge Tor. Auch hier, so kurz nach dem Camp, entdecken wir alle 100m ein neues Tier. Kurz vor Crocodile Bridge werden die Tiersichtungen weniger und außer Pavianen, die uns die Straße versperren, bekommen wir kein weiteres Tier mehr zu Gesicht. Wenige Meter nach der Brücke über den Crocodile River biegen wir auch schon ab zur Crocodile Bridge Safari Lodge. Eine Lodge, die am Crocodile River liegt und sich quasi mit dem Krüger den Zaun teilt. Die Zimmer sind sehr schön und haben eine Terrasse mit einem direkten Blick auf das Flussbett des Crocodile River. Die Vorstellung morgen vom Bett aus, direkt auf den Krüger schauen zu können, gefällt uns sehr! Das Besondere an dieser Unterkunft ist die Art der Verpflegung – Semi-Self-Catering. Zum Abendbrot gibt es ein klassisches Brai gemeinsam mit allen Gästen. Selbstgebackenes Brot und leckere Salate werden von den Hausherren gestellt, das Fleisch dazu besorgt sich jeder Gast selbst. Schnell fahren wir nach Komatipoort und kaufen uns dort im örtlichen Spar leckeres Rind- und Lammfleisch. Der Abend vorm Lagerfeuer und vorm Braai mit rund 10 Gästen aus Frankreich, Südafrika, der Ukraine und England hat einen ganz besonderen Charme und es entwickeln sich Gespräche und Diskussionen mit den Gastgebern bis spät in die Nacht. Ins Bett will keiner, doch jeder weiß, dass morgen früh der Wecker früher klingeln wird als man will.

Gefahrene Kilometer = 160 km


Wasserloch Shitlhave








Die Aussichtsplattform Nkuhlu




Zwischen Skukuza und Lower Sabie








In weiter Ferne - eine Löwin


Der Sunset See kurz vor Lower Sabie










Das Lower Sabie Restcamp








Zwischen Lower Sabie und Crocodile Bridge









Eindrücke aus der Crocodile Bridge Safari Lodge



Unsere Lodge (oben rechts) auf dem Weg raus aus dem Kruger NP









Unsere Terrasse mit dem Ausblick auf den KNP


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Dienstag, 14. Januar 2020, 01:31

Crocodil Bridge Safari Lodge, da waren wir auch :D. Das weckt Erinnerungen :). Eigentlich kann ich mir diesen Teil jetzt in meinem RB jetzt sparen und auf Deinen RB verweisen :thumbsup:. Das Fazit vieler Foriker ist ja sowieso, schlafe direkt im Nationalpark, nicht am Gate ;).

Danke für Deinen RB :danke:. Es macht Spaß ihn zu lesen :).
LG,
Silke

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Mittwoch, 15. Januar 2020, 01:49

TAG10 - 03. Juli: Kruger Nationalpark – Swasiland

Früh morgens setzen wir uns in einen der super bequemen Sessel auf der hölzernen Terrasse der Crocodile Bridge Safari Lodge und beobachten mit Blick auf den Crocodile River ein letztes Mal das Treiben im Krüger. Neben zahlreichen Vögeln wie Silberreiher und Nilgans erspähen wir auch Nilpferde, Impalas, Wasserböcke und Gnus. Wir bekommen noch ein Lunchpaket und verabschieden uns von diesen herzlichen Menschen: Danke Bruce, Ilse, Terri and Trudy! War das schön hier!

Wir machen uns auf den Weg nach Swasiland (Eswatini) und sind auf das neue Land gespannt. An der Grenze wirkt alles sehr konfus. Wir müssen nachfragen bis wir wissen, wo wir hinmüssen, bezahlen brav unsere 50R „Einreisegebühr“ und begeben uns auf unsere ersten Meter in einem uns komplett unbekannten Land. Im Swasiland ist die Anzahl von Vieh auf der Straße gefühlt nochmal gestiegen. Zudem müssen wir uns erstmal an die Bodenwellen innerhalb der Ortschaften gewöhnen, da wir anders als alle SUVs um uns herum, diese nicht einfach so nehmen können ohne mit dem Unterboden immer aufzuditschen. Carina ist beeindruckt von der bergigen und waldreichen Landschaft und hängt ständig an der Kamera. Ich bekomme meist weniger davon mit, da ich mich doch sehr auf die Straße konzentrieren muss.

Je näher wir dem FORESTERS ARMS (Mhlambanyatsi) kommen, desto mehr haben wir das Gefühl uns im Nirgendwo zu befinden. Weit und breit sind keine anderen Häuser mehr zu sehen. Als wir im Forester Arms ankommen, wartet bereits die deutsche Familie aus der Mohlabetsi Safari Lodge auf uns. Wir freuen uns sehr, uns hier wiederzusehen. Wir beziehen die Zimmer und haben sogar noch Zeit uns die Anlage ausgiebig anzusehen, die neben einem Pool auch noch eigene Pferde und ein großes Schachtbrett zu bieten hat. Auf den Stühlen vor unserem Zimmer sitzend genießen wir die letzten warmen Sonnenstrahlen. Es ist einfach schön hier. Am Abend werden wir mit einen 5-Gänge-Menü überrascht, das wirklich ausgezeichnet schmeckt. Wir merken uns für den morgigen Tag, tagsüber nicht zu viel zu essen, um genug Platz für das grandiose Essen am Abend zu lassen. Zum Dessert setzten wir uns zur deutschen Familie (nennen wir sie mal Familie Meier) und tauschen unsere Erfahrungen der letzten Tage im Kruger NP aus.

Gefahrene Kilometer = 225 km


Ausblick auf den Crocodile River









Der Blick von der anderen Seite - Von der Lodge in den KNP

Unsere Lunchpakete




Swasiland






Forester Arms











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Freitag, 17. Januar 2020, 01:00

TAG11 - 04. Juli: Swasiland

Nach dem Frühstück, das wir relativ spät zu uns nehmen (ich hatte Carina versprochen, dass wir mal ausschlafen), verabreden wir uns mit den Meiers. Heute kommen unsere Sportklamotten endlich zum Einsatz – wir wandern! Wir lassen uns von einer Hotelmitarbeiterin beraten und entscheiden uns für eine 10,6km lange Strecke über Stock und Stein durch Wälder, Berge und das umliegende Farmland.

Als wir uns auf halber Strecke gerade einen Hang hinaufkämpfen, erspähen wir eine große Staubwolke hinter der nächsten Kurve. Kurz darauf sehen wir die ersten Rinder den Hang hinunterstürmen. Doch bleibt es nicht bei 10, 20 oder gar 50 – es werden immer mehr und wir müssen schleunigst das Weite zu suchen. Allen Anschein nach stehen wir genau in der Laufbahn der Rinder und es scheint nicht so, als wollte die Herde ihren Weg ändern. Schnell springen wir in die naheliegenden Büsche und die Herde Rinder zieht an uns vorbei zu einer Wiese in etwa 200m Entfernung. Gelegentlich erspähen wir inmitten der Herde Männer mit Ruten, die die Herde vorantreiben. Als der Großteil der Herde an uns vorbeigezogen ist, frage ich einen der Männer wie viele Rinder es wohl sind, worauf er trocken antwortet: „Irgendwas zwischen 400 und 450“.
Die restliche Wanderung verläuft ohne weitere Anschläge durch Großtiere. Gelegentlich sehen wir mitten im Nirgendwo Ziegen, Esel und weitere Rinderherden. Die Meiers und wir haben uns viel zu erzählen. So erfahren wir, dass sie gleich beim nächsten Game Drive nach unserer Abfahrt aus der Moshlabetsi Lodge auf das lang gesuchte aber nie gefundene Rudel Löwen trafen. Sie zeigen uns Videos wie ein männlicher Löwe genüsslich ein Impala frisst und wie fünf Löwenjungen miteinander spielen. Beeindruckende Situation! Bei solch tollen Bilder kann man schon mal neidisch werden, aber wir wollen uns nicht beschweren, da unsere Sichtungen bislang auch wunderbar waren.
Durch die Gespräche mit den Meiers vergeht die Zeit wie im Flug und die knapp 11 km ähneln eher einem kurzen Spaziergang. Wir ahnen es hier noch nicht, merken es aber direkt am nächsten Tag, denn der schreckliche Muskelkater begleitet uns die nächsten zwei Tage. Fazit: Sehr schöne Strecke, aber man sollte schon öfter Sport gemacht haben.

Am Abend setzten wir uns mit den Meiers gleich zu Beginn an einen Tisch und führen unsere Gespräche bis in die späten Abendstunden am Kamin fort.

Gefahrene Kilometer = 0 km





Über 400 Rinder in Bewegung - und wir mitten drin!






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Dienstag, 21. Januar 2020, 11:26

TAG12 - 05. Juli: Swasiland - Hluhluwe Game Reserve

Heute heißt es wieder früh aufstehen, denn unser nächster Stopp ist die RHINO RIDGE SAFARI LODGE im Hluhluwe iMofolozi Park, bei der um 15:30 Uhr der Game Drive startet. Bereits kurz vor 7 Uhr sitzen wir beim Frühstück und um 8 Uhr im gepackten und zu unserer Überraschung frisch gewaschenen und polierten Auto. Die 200 km raus aus dem Swasiland ziehen sich und die ständigen Bumber gehen mir heute irgendwie gewaltig auf die Nerven, doch irgendwann ist auch dieses Teilstück geschafft. Mit dem überqueren der Grenze, bessert sich auch meine Laune.
Auf der N2, irgendwo zwischen Mkuze und Hluhluwe, beginnt jedoch auf einmal unser Auto bei größeren Bodenwellen laute Geräusche zu machen, so als würde es immer wieder aufsetzten bzw. etwas unter dem Auto auf dem Boden bzw. Asphalt schleifen. Je näher wir dem Hluhluwe iMofolozi Park kommen, desto regelmäßiger taucht dieses Geräusch auf. Als wir dann schließlich vor dem Memorial Gate des Hluhluwe iMofolozi Park stehen (Achtung: Achtet ausnahmsweise nicht auf Google Maps, sondern auf die örtliche Beschilderung!), krieche ich doch mal unter das Auto. Dabei stelle ich fest, dass ein kleiner Teil der vorderen Bodenabdeckung des Motors (dust cover) aus einer der Verankerungen herausgerissen ist und sich leicht nach unten biegt. Für mich als Laie kann nur dies die Erklärung für die Geräusche sein. Mit Händen biege ich die Ecken der Platte wieder nach oben – was anderes bleibt mir jetzt nicht übrig. Ich nehme mir vor bei der Rhino Ridge nach Hilfe zu fragen.

Nachdem wir uns am Memorial Gate anmelden und noch schnell eine Karte des Nationalparks kaufen, fahren wir los. Der erste Teil der Strecke (Hauptstraße) ist komplett asphaltiert und auch die schleifenden Geräusche sind verschwunden. Die Landschaft, die uns umgibt, überrascht uns nun doch ein wenig. Nie und nimmer hätten wir nach der kargen und trockenen Landschaft der vergangenen Tage mit einem so saftigen Grün gerechnet. Die Wiesen und Wälder präsentieren sich von ihrer besten Seite. Immer wieder stoßen wir auf Nyalas und Warzenschweine. Allerdings sehen wir auch viele Schwellbrände, die, wie man uns später sagt, gezielt entzündet werden und somit ganze schwarze Abschnitte (verbrannte Erde) hinterlassen. Wie aus dem nichts fängt es an zu regnen. Das hab ich jetzt echt nicht kommen sehen. Ich blicke auf und sehe über uns eine eine dunkle Wolke die ihre Bahn zieht. Nach nicht einmal 5 min hört der Regen so schnell auf wie er gekommen ist. An der Kreuzung No. 7 müssen wir abbiegen und erspähen im letzten Moment ein großes und wunderschönes Breitmaulnashorn inmitten der Büsche – das erste Nashorn, das wir MIT Horn sehen. Wow! Nach ein paar Fotos biegen wir ab und machen uns auf zum zweiten Teil der Strecke. Diese führt nun allerdings über eine Schotterpiste, die sich als relativ steile Auffahrt zur Rhino Ridge Safari Lodge herausstellt. Und da ist es wieder – dieses Geräusch. So als würden wir mit unserem Auto die Straße einmal komplett durchpflügen. Tatsächlich kommt es dem sehr nahe, denn im Rückspiegel sehe ich wie viel Staub wir hinter uns aufwirbeln. Je weiter wir kommen, desto steiler wird der Anstieg (hätten wir uns doch mal einen SUV geholt…) und desto lauter wird das Auto. Wir spüren mittlerweile wie die aufwirbelten Steine gegen die Bodenplatte des Autos schlagen. Nach der großen, circa 15 minütigen Zitterpartie, die wir am Ende mit maximal 10 km/h angehen, kommen wir endlich (!) in der Lodge an und werden dort auch schon von den Mitarbeitern in Empfang genommen. Nachdem mehrere Männer uns innerhalb von 10 Sekunden das Gepäck aus den Händen „reißen“ und zur Lodge bringen, spricht mich ein Mann auf unser Auto an, dass man uns schon von weitem hörte. Ich erkläre ihm kurz den Stand der Dinge und er verspricht sich drum zu kümmern.

Nach einer herzhaften und sehr freundlichen Begrüßung werden wir zu unserem Zimmer geführt (Bush Villa No.8 ) – das wirklich sensationell ist! Das luxuriöse Ambiente des Haupthauses spiegelt sich auch in den einzelnen Zimmern wider. Die Zimmer sind sehr groß, haben neben einer riesigen Dusche, in der bestimmt zehn Menschen Platz hätten, auch eine bequeme Badewanne. Der Ausblick der Terrasse (und auch aus der Dusche heraus) erstreckt sich über das ganze darunterliegende Tal (hier mal ausgiebig ein paar Fotos). Es ist wunderschön!
Aber ausruhen ist nicht, denn nach ca. einer Stunde geht es auch wieder los zum ersten Game Drive im Hluhluwe iMofolozi Park. Kaum setzten wir uns ins Auto, fängt es natürlich wieder an zu regnen. Auch hier ziehen nach ca. 15 Minuten die Wolken weiter. Bewölkt bleibt es dennoch und das spüren wir auch. Wir sind aus dem Krüger noch andere Temperaturen gewohnt und haben deswegen nicht das ganze Arsenal an Schichten mit, wodurch wir uns ganz dicht unter der Decke aneinander kuscheln. Auf unserem ersten Game Drive, den unserer Fahrer hauptsächlich dazu nutzt, um uns die Landschaft näher zubringen, sehen wir Giraffen, Nyalas, Impalas, Gnus, Paviane und zu guter Letzt sogar ein Chamäleon.

Am Abend bekommen wir im Haupthaus ein 3-Gänge-Menü serviert, das auf Sterne-Niveau ist. Sowohl das Herrichten der Speisen, als auch der Geschmack sind vorzüglich. Die Stimmung und Atmosphäre allerdings finden wir ein wenig kühl. Alle sitzen an ihren 2er-Tischen, reden kaum/leise und verschwinden, sobald sie aufgegessen haben – wie auch wir. Aus unseren früheren Destinationen (Iketla, Moshlabetsi, Crocodile Bridge Safari Lodge und Forrester Arms) sind wir anderes gewohnt, da die meisten nach dem Essen noch auf ein, zwei Weine/Absacker blieben und es eine sehr herzliche und warme Atmosphäre war.
Sobald es dunkel ist, muss man sich zu den Zimmern bringen lassen. Uns begleitet ein sehr unterhaltsames Kerlchen und bietet an, ein Feuer im Kamin anzuzünden. „Was für eine schöne Idee“, denken wir noch. Doch nach 30 Minuten hat sich unsere romantische Vorstellung eines Abends mit Kaminfeuer im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufgelöst. Denn der Kamin zieht nicht richtig ab und das Wohnzimmer steht mittlerweile komplett im Rauch. Und auch wir sind nur noch am Husten und stehen inmitten des Rauchs. Schnell löschen wir das Feuer und öffnen alle Fenster und Türen, um nicht im totalen Nebel zu schlafen. Der Rauch verzieht sich nach einigen Minuten, doch was uns noch ein paar Tage erhalten bleibt, ist der Duft in unseren Klamotten und Rucksäcken.

Gefahrene Kilometer = ca. 350 km



Auf den Straßen Swasilands


Zurück in Südafrika






Die Kreuzung zur Rhino Ridge Safari Lodge im Hluhluwe iMofolozi Park - inklusive eines passenden Namensgebers


Die Rhino Ridge Safari Lodge










Unser erster game Drive im Hluhluwe iMofolozi Park



















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Mittwoch, 22. Januar 2020, 13:36

TAG13 - 06. Juli: Hluhluwe Game Reserve

Als wir am Morgen aufwachen, werden wir durch den Rauchgeruch an den Vorabend erinnert. Wir schauen uns an und fangen an zu lachen nach dem Motto „Die Idee war gut, die Ausführung leider nicht so richtig“. Carina fällt das frühe Aufstehen immer leichter – so auch heute. Um 6 Uhr sind wir im Haupthaus, trinken noch einen Tee und essen eine Kleinigkeit. Pünktlich um 6:30 Uhr startet unser Game Drive. Aus der Fahrt gestern haben wir gelernt und packen uns heute wesentlich wärmer ein. Zu der standardmäßigen Mütze und dem Schal kommen noch eine lange Unterhose und Handschuhe hinzu. Carina legt in ihre Schuhe sogar noch warme Sohlen rein (diese werden durch knicken aktiviert, ähnlich wie die kleinen Heizkissen für die Hände). Das ist beste Entscheidung, denn so ist es wirklich angenehm und wir können ohne zu frieren die Fahrt in vollen Zügen genießen.
Neben der für uns weiterhin faszinierenden grünen und bergigen Landschaft sehen wir heute am Morgen Zebras, Nashörner, Büffel, Nyalas, Giraffen und Warzenschweine. Trotz all dieser Sichtungen fällt uns schon jetzt auf, dass der Hluhluwe iMofolozi Park bei weitem nicht an die Tierdichte des Krugers herankommt. Während der Fahrt bietet uns Simo an nach dem Frühstück eine zusätzliche Fahrt ins naheliegende Dorf zu organisieren. Dabei handelt es sich um ein Dorf, in dem er aufgewachsen ist und zudem er auch heute noch einen engen Kontakt pflegt und für uns wäre das eine Möglichkeit seine Wurzeln und seine Kultur kennenzulernen. Eine schweizerische Familie, die mit uns auf dem Jeep sitzt, und auch wir sind von der Idee begeistert.

Für das Frühstück sitzen wir bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse und genießen den wundervollen Ausblick. Kurz nach 11 Uhr geht es dann wieder auf den Jeep und die Fahrt ins Dorf beginnt. Simo holt uns ab und erzählt uns, dass wir neben einer kleinen Fahrt durchs Dorf auch ein Treffen mit einer Schule/Ausbildungsstätte für Sangoma (Wahrsager/Heiler) haben werden. Wir sind total gespannt!
Vom Jeep aus schauen wir uns das Dorf an und sind fasziniert in was für eine gegensätzliche Welt (zu Deutschland) wir hier eintauchen. Nach ca. 30 Minuten kommen wir bei den Sangoma an. Von außen lässt nichts auf eine Ausbildungsstätte schließen, allerdings sehen wir ca. zehn Jugendliche in roten Roben auf dem Hof stehen. Nachdem Simo kurz bei der „Ältesten“ vorstellig wird, bittet er uns in die größte Hütte. Wir setzten uns auf Stühle und Sofas und die zehn Heiler nehmen vor uns auf dem Boden Platz. Die ganze Situation ist fühlt sich merkwürdig an. Das Gefühl auf einem bequemen Stuhl zu sitzen, während die anderen Menschen auf dem harten Lehmboden hocken, ist befremdlich und wir haben den Impuls uns ebenfalls auf den Boden zu setzten. Ein Mädchen tritt hervor und erklärt uns im gebrochenen Englisch die Hintergründe der teils anstrengend und zermürbenden Berufung (intwaso), diverser Bräuche, Zeremonien und Rituale. Einen Satz den ich dabei im Kopf behalte: Sangoma wird man nicht, man ist als Sangoma geboren und muss lediglich seine natürliche Kraft bzw. Begabung, die sich in jeder Sangoma anders ausprägt, erwecken. Und dafür brechen die Jugendlichen sogar in jungen Jahren ihre Schule ab. Ein weiteres Thema über das gesprochen wird und das mich als Wissenschaftler natürlich sehr interessiert, ist ihre traditionelle Medizin. Ich bin sehr überrascht zu hören, dass hier in dieser Region die traditionelle Medizin mit der modernen, westlichen Medizin Hand in Hand geht und Patienten, je nach Krankheitsbild, teilweise auf beide Arten behandelt werden. Immer wieder hilft Simo bei den Ausführungen des Mädchens, um Dinge für uns Europäer deutlicher und verständlicher zu machen. Zum Abschluss präsentieren uns zwei der "Sangoma-Auszubildenden" den ngoma, einen von Trommeln (und anderen undefinierbarer Instrumente) und Gesang begleitenden Tanz. Wir bedanken uns und dürfen am Ende sogar noch ein gemeinsames Fotos mit diesen herzlichen Menschen machen. Was für eine besondere und außergewöhnliche Situation! Nach über einer Stunde verlassen wir diese bescheidenden und dennoch fröhlichen und glücklichen Menschen und fahren zurück zu unserer protzigen und pompösen Lodge. Wie dicht Kontraste beieinander liegen können.

Die Pause in der wir mal "nichts" tun können fällt heut nur sehr kurz aus, denn wenige Minuten später gibt es zusammen mit unserem Guide sowie der Gruppe den Mittagssnack. Wir tauschen uns aus, erzählen voneinander und äußeren Wünsche, welche Tiere wir beim nächsten Drive gerne sehen möchten. Als einer der Gäste, ein Südafrikaner, Simo auf seinen Nachnamen anspricht erfahren wir, das unser Guide Simo aus einer der bekanntesten (geschichtlich) und einflussreichen (politisch) Zulu Familie stammt.
Zum Mittagessen kommen die Meiers an, doch leider wurden sie nicht auch unserem Guide zugeordnet und sitzen somit in einem anderen Wagen als wir. Wir verabreden uns für das Abendessen und fahren los. Heute ist das Wetter viel sonniger und wärmer als gestern. Es ist T-Shirt-Wetter und der Rest unserer „Zwiebelschichten“ bleibt vorerst im Rucksack. Endlich – Carina ist mal keine Frostbeule! Neben Nyalas, Büffeln und diverser Vögel sehen wir auch eine ältere männliche Giraffe mit einer riesigen Narbe am Gesäß, die, wie Simo uns sagt, von einer Löwenattacke stammt. Auf dem Rückweg zur Lodge, nach dem Sundowner, sehen wir auf einmal mehrere Wildhunde vor uns auf der Straße. Auch dieses Mal gelingt mir aufgrund der holprigen Fahrweise und der schlechten Lichtverhältnisse kein wirklich schönes Bild der rumwuselnden Wildhunde. Aber wichtig ist doch, dass wir die schönen Erinnerungen an diesen Moment im Herzen behalten.

Am Abend sitzen wir zusammen mit den Meiers an einem Tisch und genießen bei Kerzenlicht Essen und Wein. Da dies der letzte Abend auf unserer Reise ist, den wir zusammen mit den Meiers verbringen werden, begeben wir uns im Anschluss daran zur Sofa-Kamin-Ecke an der Bar. Bei Gin Tonic und Wein sitzen wir in dieser geselligen Runde bis ca. 22 Uhr bis wir merken, dass alle Mitarbeiter nur noch auf uns warten bis sie Feierabend machen können. Wir verabschieden uns und werden wie immer zu unserem Zimmer begleitet. Vor der Tür werden wir gefragt, ob wir ein Feuer am Kamin in unserem Zimmer wünschen – wir denken an unser Kaminerlebnis am Vorabend, lachen und lehnen dankend ab.

Gefahrene Kilometer = 0 km


Morgens im Hluhluwe iMofolozi Park


























Für das Frühstück geht es zurück in der Lodge




Auf dem Weg zu den Sangoma






Nachmittags im Hluhluwe iMofolozi Park






Man sieht deutlich die riesige Narbe an der rechten Hüfte




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Freitag, 31. Januar 2020, 00:54

TAG14 - 07. Juli: Hluhluwe Game Reserve - iSimangaliso Wetland Park

An diesem Morgen verzichten wir auf den GameDrive und schlafen aus. Dennoch bin ich heute früh wach, lasse Carina aber schlafen. Ich schleiche mich auf die Terrasse und genieße die ersten Sonnenstrahlen am Horizont. Überall sehe ich Rauchschwaden der gezielten Brandrodung aufsteigen. Die letzte Woche unserer Reise bricht an und zum ersten Mal wird mir bewusst, wie sehr ich das alles hier vermissen werde.
Als wir heute zum Frühstück kommen, erfahren wir an der Rezeption, dass nach dem Frühstück im Spa-Bereich eine gratis Massage als Geschenk des Hauses zu unserer Hochzeitsreise auf uns wartet. Da sagen wir natürlich nicht nein. Der Spa-Bereich liegt direkt am Hang und durch die großen Fenster können wir während der Anwendung hinaus in den Hluhluwe iMofolozi Park blicken – ein herrlicher Ausblick und so fällt das Entspannen ganz leicht.

Bereits um 11 Uhr verabschieden wir uns, erhalten ein kleines Lunchpaket und fahren los, denn wir müssen pünktlich bis 14 Uhr an der Coastal Cashew Fabrik in KwaNyamazane sein, von wo aus wir von einem Fahrer der Thonga Beach Lodge abgeholt werden. Doch bereits wenige Meter nach unserem Start merke ich, dass das Versprechen, das Auto zu reparieren nicht eingehalten wurde (trotz mehrfacher Nachfrage während unseres Aufenthalts in der Rhino Ridge Safari Lodge). So fahren wir wieder pflügend mit 10km/h die Straße hinunter. An der Hauptstraße des Parks geht es ein wenig besser. Bis zum Ortsausgang entdecken wir Zebras, Affen, Giraffen und Elefanten – all diese Tiere sehen wir auf diesen letzten Kilometern ein letztes Mal wie sich am Ende unserer Reise herausstellen wird.
Am Memorial Gate spricht uns der Pförtner auch sofort auf unser Auto an. Als ich ihm die Situation erkläre, will er mal einen Blick darauf werfen und so klettere ich zusammen mit ihm unter das Auto. Erschreckend stelle ich fest, dass die Bodenplatte vorne nun fast komplett aus den Ösen/ der Verankerung herausgerissen ist. „Do you have a knife with you?“, fragt er mich. Ich bejahe. Kurz darauf zieht er die Schnürsenkel aus seinen Schuhen und kriecht wieder unter das Auto und ich ihm hinterher. Zusammen stanzen wir „neue“ Löcher in die Abdeckungen und befestigen somit die Bodenplatte (dust cover) mit dem Schnürsenkel wieder fest am Rahmen. Ich drehe ein paar Runden im Karree und tatsächlich ist das Schleifen am Boden verschwunden. Wir danken dem Pförtner 100x und machen uns, mit einem mulmigen Gefühl, auf den 165 km langen Weg nach KwaNyamazane. Während der Fahrt telefonieren wir nochmal mit Europcar, die uns bestätigen, dass wir so weiterfahren können, allerdings bei der Abgabe des Autos einen Schadensbericht ausfüllen sollen. Falls der Schnürsenkel reißt, sollen wir das Auto in der nächsten Stadt wechseln oder reparieren lassen.

Als wir pünktlich an der Coastal Cashew Fabrik ankommen, wartet bereits der Fahrer in einem 4x4 BMW auf uns. Auf der etwa einstündigen Fahrt zur Thonga Beach passieren wir Wälder und Dünen und der Fahrer erzählt uns vieles zu der Landschaft durch die wir fahren. So fahren wir (leider) an unzähligen Eukalyptusbaum-Plantagen, Kiefern und Gummibäumen vorbei. Diese aus Australien eingewanderten Pflanzen sind für die Wirtschaft ein Segen – für die Natur aber ganz klar ein Fluch, denn sie entziehen den heimischen Pflanzen das Wasser und fördern das Absenken des Wasserspiegels. Auf den letzten Kilometern ändert sich das Landschaftsbild und wir fahren über bewaldete Dünen. Die Thonga Beach Lodge selbst ist an den unberührten Ufern der Maputaland Küste gelegen und somit ein Teil des UNESCO Weltkulturerbe des iSimangaliso Wetland Parks.

An der Thonga Beach Lodge werden wir herzlich von Ondyne empfangen und zu einer, anders kann man es einfach nicht sagen, Traumlodge mitten im Paradies geführt. Denn die Hütten, die nur über Holzstege erreichbar sind, sind perfekt in das Landschaftsbild eingebunden und sehen allein schon von außen super aus. Im Inneren haben wir ein riesiges Bett mit Blick auf unsere Terrasse und gleichzeig auf den Indischen Ozean. Wir setzen uns einen Augenblick auf unsere Terrasse und genießen nur das Rauschen des Ozeans. Wahnsinn!
Den Rest des angebrochenen Tages verbringen wir bei relativ starkem Wind am Wasser. In der Tat ist die Landschaft durch die doch relativ aufwändige Anfahrt, nahezu unberührt. Tropische Wälder, Mangroven und hohe Sanddünen soweit das Auge reicht. Laut Ondyne liegen die nächsten Dörfer zig Kilometer weit entfernt. Das nenne ich mal Entspannung an einem unberührten Traumstrand!
Nach unserem entspannten Strandspaziergang gehen Carina und ich zur White Board und tragen uns für verschiedene Aktivitäten für die kommenden Tage ein. Die Thonga Beach Lodge bietet neben dem Nichtstun und einer Auszeit am Strand auch ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm an. So kann man z.B. tauchen oder schnorcheln, im Schlauchboot raus aufs Meer fahren, geführte Kajaktouren, Kulturtouren ins nahegelegene Dorf und Waldspaziergänge machen oder am Lake Sibaya Vögel beobachten und mit dem Kajak fahren.
Am Abend gibt es mit allen Gästen einen Appetizer an der Bar bevor wir , aufgrund des starken Windes, zum eigentlichen Essen in das Haupthaus gehen. Das Essen hier ist das beste Essen unserer dreiwöchigen Reise – die Köche übertreffen sich selbst. Und so fallen wir, mit dem Rauschen des Ozeans im Hintergrund, proppenvoll und müde ins Bett

Gefahrene Kilometer = 165 km (selber) + 26 km (Shuttleservice)


Hluhluwe iMofolozi Park am Morgen ... inklusive Rauchschwaden






Ausblick aus dem Spa Bereich


Unsere letzten Kilometer im Hluhluwe iMofolozi Park












Reparaturen am Auto


Harz vom Gummibaum


Einblicke aus der Thonga Beach Lodge










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Montag, 3. Februar 2020, 00:21

TAG15 - 08. Juli: iSimangaliso Wetland Park

Heute startet der Vormittag nicht gemeinsam für uns. Während Carina noch länger im Bett bleibt und ausschläft – gehe ich im Halbschlaf zur Terrasse, öffne die Tür und lausche dem Rauschen der Wellen.
Zum ersten Mal in diesem Urlaub sitze ich alleine am Frühstückstisch. Da können auch der schöne Ausblick und das sehr vielfältige Frühstück mit viel frischem Obst und diversen warmen Frühstücksvariationen Carinas Abwesenheit nicht wettmachen. Aber was solls, heute muss ich mich eh ein wenig mit dem Frühstück beeilen, da es für mich um 9:30 Uhr zum ersten Programmpunkt geht – einer „Deep Tissue Massage“.

Auf dem Weg zum Spa Bereich fällt mir ein lustiges Schild auf, das glatt das Motto der Thonga Beach mit seiner Belegschaft sein könnte: „If you´re not barefoot than you´re overdressed“ - typisches Strand-Barfuss-Ambiente eben. Die Massage hat es in sich, denn die Frau weiß was sie tut. In einer Stunde erfahre ich, wie dicht Schmerz und Entspannung beieinander liegen. Als ich mit der Massage fertig bin, tut mir alles weh. Die Masseurin lacht und meint nur, dass es morgen nochmal schlimmer wird. Ich freue mich ja schon auf meinen Muskelkater morgen… Als ich aus dem Zimmer gehe, sitzt bereits Carina im Vorraum und wartet auf ihre Entspannungsmassage für Körper und Geist.

Ich hole Carina aus dem Spa Bereich ab, wir nehmen ein kleines, leichtes Mittagessen zu uns und treffen uns anschließend mit Jabu zum „Rock Pool Snorkerlling“ am Marine Center. Schnell suchen wir uns Neoprenanzug, Flossen und Maske aus und gehen mit ihm runter zum Wasser. Nach einer kurzen Einweisung watscheln wir entlang der Felsen, die sich wie eine Art Zunge ins Meer erstrecken (deswegen auch Rock Pool), ins kühle Nass des Indischen Ozeans und tauchen ab. Dafür, dass wir so dicht am Ufer sind, sehen wir relativ viel. So wechselt das bunte Unterwasserbild ständig zwischen Muränen, Krabben, Seegurken und den verschiedensten Fischarten. Leider wird die Sicht mit der beginnenden Flut immer schlechter und die See rauer, sodass Jabu nach 40 Minuten entscheidet (statt 90 Minuten), das Schnorcheln abzubrechen. Es sei zu gefährlich. Dennoch freuen wir uns über unsere erste Schnorchelerfahrung und sind erstaunt, was man alles so sieht, wenn man ein paar Meter ins Wasser geht.

Am späten Nachmittag geht es direkt mit dem nächsten Programmpunkt weiter. Um 15:45 Uhr treffen wir uns mit einer kleinen Gruppe am Haupthaus, wo wir von Thulan in Empfang genommen werden. Wir steigen ins Auto und fahren los zum Sundowner zum Lake Sibaya, dem größten Süßwassersee Südafrikas. Auf dem Weg zum See fahren wir an ein, zwei Dörfern vorbei und Thulan erzählt uns etwas über das kulturelle Leben und die enge Gemeinschaft und Kooperation zwischen der Thonga Lodge und den Einheimischen. Wir erfahren viele interessante Dinge über das Gesundheits- und Bildungssystem (Ärzte, Krankenhäuser, Schulen, Fischer) der Dörfer in dieser Gegend. So ist z.B. das Krankenhaus in dieser Gegend nur innerhalb der Woche geöffnet. Das heißt, dass jeder stationär aufgenommene Patienten am Freitagmittag die Wahl hat, ob er zur weiteren Behandlung in eine größere Stadt fährt (von dort sind es um die 1,5 Stunden) oder für das Wochenende nach Hause geht und ggf. am Montag wieder kommt.

Am See angekommen, baut Thulan einen Tisch mit kleinen Snacks und Getränken auf. Hier am Lake Sibaya wimmelt es nur so von Vögeln wie Flamingos, Schlangenhalsvögel, Reihern und Nilpferden. Wir stehen am Wasser und genießen die letzten Strahlen der untergehenden Sonne. Ein wenig aufpassen müssen wir dennoch, da der Sibayasee die zweitgrößte Flusspferd- und Krokodilpopulation in KwaZulu-Natal enthält. Dennoch ist dies wieder so ein totaler Wohlfühlmoment – man braucht ja eigentlich nur so wenig um glücklich zu sein. Mit meiner bildhübschen Frau an meiner Seite, einem Gin Tonic in der Hand und dieser wundervollen Landschaft wäre ich in diesem Moment nirgends
lieber auf der Welt.

Inzwischen ist es dunkel. Als wir wieder zur Lodge kommen, wartet bereits das Dinner auf uns. Heute lässt es das Wetter zu, dass wir draußen essen können. Dadurch, dass wir unter dem wunderschönen Sternenhimmel sitzen, ist es unfassbar schön und eine ganz besondere Atmosphäre. Wieder schmeckt das Essen und vor allem der Fisch sensationell. Zurück in unserer Hütte finden wir zu unserer Überraschung auf dem Bett einen Brief mit Glückwünschen zu unserer Hochzeit, Pralinen stehen auf dem kleinen Nachtschrank und im Badezimmer brennen schwimmende Kerzen in den Waschbecken. Wir freuen uns sehr und genießen den gemütlichen Abend.

Gefahrene Kilometer = 0 km



Marine Center









Sundowner am Lake Sibaya









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kOshi

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Samstag, 8. Februar 2020, 11:48

TAG16 - 09. Juli: iSimangaliso Wetland Park

Obwohl wir auch heute ausschlafen könnten, springen wir bereits gegen halb 6 aus dem Bett und gehen zum Strand. Naja, eigentlich bin ich der Einzige, der aus dem Bett springt und putzmunter ist. Carina trottet im Halbschlaf aber ebenfalls den Weg entlang zum Strand. Wir wollen uns den Sonnenaufgang am Strand anschauen. Am Horizont erhebt sich die Sonne Stück für Stück über dem Indischen Ozean. Und so spazieren wir Hand in Hand im Licht des Sonnenaufgangs kilometerweit am menschenleeren Strand entlang. Großer Worte bedarf es so früh am Morgen nicht. Das einzige Geräusch ist das regelmäßige Rauschen der Wellen. Wir genießen die Stille und fangen diesen ungestörten Moment in dieser traumhaften Kulisse in unseren Herzen und in unseren Erinnerungen ein. Noch heute ist dieser Moment ein ganz besonderer, wenn wir an unsere Zeit in Südafrika zurückdenken. Nach drei Stunden, in denen wir keine Menschenseele gesehen und gehört haben, schaffen wir es pünktlich zurück zum Frühstück. Die frische Luft und der Spaziergang am Strand haben uns richtig hungrig gemacht. Wie ein Rudel Wölfe machen wir uns über das Frühstückbuffet her.

Nach dem Frühstück ist es überraschend schnell warm geworden und so wirft sich Carina in den Bikini und legt sich an den Strand, um ein paar Sonnenstrahlen zu tanken. Da für mich sowohl das Sonnen als auch stundenlanges Herumliegen und Nichtstun einer Bestrafung gleichkäme, schnappe ich mir die Kamera und fotografiere die Gegend samt Affen, die es hier gefühlt an jedem Baum gibt.

Auf dem Weg zum Marine Center für unser heutiges "Nachmittagsprogramm" habe ich mein persönliches Horrorerlebnis des gesamten Urlaubs. Auf einer der Holzstufen etwa 10 Zentimeter neben meinem Fuß schlängelt sich eine giftgrüne dünne ca. 1 Meter lange Schlange entlang. Mir bleibt für einen kurzen Moment das Herz stehen und ich brauche ein paar Sekunden, um wieder klar denken zu können. Schlangen sind mein Endgegner. Pünktlich um 12 Uhr treffen wir uns mit Ondyne und Carl am Marine Center und quetschen uns wieder in die Neoprenanzüge. Heute geht es in einem kleinen Schlauchboot raus aufs Meer zur „Ocean Experience“. Nachdem wir unsere Sachen zusammen haben, gehen wir runter ans Wasser, wo das Boot bereits auf uns wartet. Gemeinsam hieven wir das Boot vom Trailer, tragen es ins Wasser und springen rein. Die ersten 200 Meter ähneln einer Achterbahnfahrt – das Meer ist rau, ständig knallt eine Welle gegen das Boot und es geht auf und ab – was für ein Wellenritt und wir müssen uns fest an die Seile krallen, damit wir nicht aus dem Boot fallen. Doch schnell lots uns Carl durch die hohen Wellen in Strandnähe raus aufs offene Meer, wo alles auf einmal wesentlich ruhiger ist. Und so fahren wir ca. 30 Minuten in nördlicher Richtung an der Küste entlang, bis Carl plötzlich stoppt. Unter uns befinden sich Felsformationen, die sich ideal zum Schnorcheln eignen. Und so gleiten wir vom Schlauchboot aus ins Wasser. Gefühlt sind hier nochmal mehr Fische und Meerestiere zu sehen als beim Schnorcheln am Vortag. Leider bleibt uns auch heute eine Begegnung mit Meeresschildkröten, Carinas absoluten Lieblingstieren, verwehrt. Und so hieven wir uns mit gemischten Gefühlen wieder aus dem Wasser zurück ins Boot und fahren, auf der Suche nach Delfinen und Walen, raus aufs offene Meer. Immer wieder ändern wir die Richtung und erhoffen uns irgendwo im Wasser eine Fontäne, Fluke oder Finne zu sehen - jedoch ohne Erfolg. Es soll wohl heute mit den tollen Tiersichtungen einfach nicht sein. Carl dreht um und nimmt Kurs auf die Thonga Lodge. Doch als wir schon das Ziel und somit das Ende unserer Tour in weiter Ferne sehen, dreht Carl abrupt ab und fährt wieder aufs Meer hinaus. Und tatsächlich hat Carl mit seinem Adlerauge Spinnerdelfine erspäht. Über 100 Delphine nehmen auf einmal alle mit uns Fahrt auf. Durch schnelle Richtungsänderungen wirbelt unser Boot das Wasser auf und erzeugt Wellen, in denen die Delphine spielen und vor allem jagen. Links und rechts, wohin wir auch blicken, sehen wir Delphine aus dem Wasser springen. Sie sind so nah, dass wir sie fast berühren können. Was für ein unglaubliches Erlebnis – und dann gleich sooo viele. Leider gibt es nicht ein Foto von diesem unvergesslichen Moment, da ich für diese rasante Bootstour mein Handy bzw. meine Canon am Festland gelassen habe. Aber im Herzen speichern wir diese besonderen Bilder für immer ab.

Zurück an Land gehen wir ins Zimmer und schlafen ein paar Stunden. Als die Dämmerung einsetzt, mache ich mich auf den Weg zu einer ganz besonderen Tour: dem Scorpions & Spiders Walk. Carina entscheidet sich sofort dagegen und mir ist klar, dass ich es erst gar nicht versuchen muss sie zu überreden, denn Carina fürchtet sich so sehr vor Spinnen, dass sie jedes Mal in Panik ausbricht, wenn sie irgendwo eine sieht, sei sie noch so klein! Und so ziehe ich mit Thulan und zwei weiteren Personen durch den Wald auf der Suche nach Skorpionen und Spinnen. Ausgestattet ist unsere Gruppe mit mehreren Schwarzlichtlampen, denn im Außenskelett der Skorpione befindet sich das Molekül beta-carbolin, das durch energiereiches, kurzwelliges Licht, wie es Schwarzlicht-Lampen aussenden, angeregt wird und dadurch fluoresziert. Und die ersten Skorpione lassen nicht lange auf sich warten. Überall um uns herum leuchtet es - auf dem Boden und in den Bäumen. Für die Spinnen stellen wir die Lampen auf normales Licht um. Und auch hier sehen wir Spinnen und deren Netze an jeder Ecke. Nun verstehe ich auch, warum Carina nicht mitwollte. Denn wenn man bedenkt wie voll es in den Bäumen und Büschen um uns herum ist, betrachtet man seine Umgebung auf einmal mit anderen Augen. Doch über den schlafenden Gecko im Astloch hätte Carina sich bestimmt gefreut – auch wenn das die einzige Attraktion des Abends für sie gewesen wäre :D

Zum Abendessen kommen wir an die Bar, werden von Ashley in Empfang genommen und von der Gruppe weggeführt. Denn heute gibt es für uns ein privates Essen am extra beleuchteten Pool (wobei wir es am Strand evtl. schöner und romantischer gefunden hätten). Wie immer ist das Essen frisch, abwechslungsreich und hervorragend zubereitet. Und auch der Service ist unvergleichbar gut. Wir sind wunschlos glücklich. Als wir nach dem Essen zurück aufs Zimmer gehen, liegt dort bereits die nächste Sektflasche für uns parat. Das Team von der Thonga Lodge nimmt es wohl sehr ernst mit unserer Honeymoon.

Gefahrene Kilometer = 0 km






























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Spiritsailor

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Donnerstag, 20. Februar 2020, 15:30

Danke für die vielen wunderschönen Fotos!!! :danke:

kOshi

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Freitag, 10. Juli 2020, 22:25

Hallo liebes Forum,

nun ist es schon 5 Monate her, dass wir unseren letzten Beitrag zu unserer Reise reingestellt haben - und der Reisebericht geisterte uns die ganze Zeit im Kopf rum. Entschuldigt bitte das abrupte Pause; und das auch noch so kurz vor dem Ende unserer Reise. Doch hatte uns Corona gleich auf mehreren Ebenen getroffen. Zum einen hatte ich als Infektionsbiologe beruflich viel zu tun. Zum anderen fehlte uns um ganz ehrlich zu sein auch ein wenig die Motivation, da wir unsere 25-tägige Reise im Mai nach Namibia wochenlang geplant und final gebucht hatten. Kurz bevor es los gehen sollte, dann die bittere Enttäuschung, dass die Reise nicht stattfinden kann. Und so hatten wir dann statt eines wunderschönen Namibia-Urlaubs eine ziemlich lange Beschäftigung mit der Storno und dem ganzen elendigen Kram. Und jedes Mal wenn wir uns an den Bericht rangesetzt haben und all die schönen Bilder aus SA sahen, wurde unser Herz ganz schwer ;(
Doch nun raffen wir uns alle nochmal für die letzten Tage auf, springen in unsere kleine Sorgenkiste und fahren mit einem Lächeln der Sonne entgegen :saflag:

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kOshi

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Freitag, 10. Juli 2020, 23:36

TAG17 - 10.Juli: iSimangaliso Wetland Park - St. Lucia

Heute heißt es Abschied nehmen von der Thonga Beach Lodge. Irgendwie können wir uns noch nicht so richtig von diesem besonderen Ort trennen, doch der Rücktransport zur Coastal Cashew Fabrik ist schon für 11:30 Uhr angesetzt. Da wir bereits gestern unsere Rücksäcke gepackt haben, bleibt uns heute nach dem Frühstück noch genug Zeit für ein letztes erfrischendes Bad im Indischen Ozean.

Als wir uns von Ondyne, Ashley und Carl verabschieden, kullern uns ein paar Tränen über die Wange. In den letzten Tagen haben wir tatsächlich immer mal wieder vergessen, dass es ja noch eine Welt außerhalb der Maputaland Küste gibt. Rückblickend kann ich sagen, dass diese traumhafte, natürliche Umgebung etwas in uns geweckt hat und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Obwohl ich mich während der Reiseplanung lange gegen die Thonga gewehrt hatte (der Preis war mir doch leicht übertrieben) und nur zu Carinas Wohlwollen dem zugestimmt hatte, muss ich nun im Nachhinein sagen, dass meine Frau mit dieser Destination goldrichtig lag. Denn diese drei Tage waren ein super Kontrast zum restlichen Programm und haben uns beiden sehr gutgetan. :love:
Und so fahren wir schweigend die knappe Stunde zurück zu unserem Auto. Auf halber Strecke nimmt unser Fahrer noch eine Frau mit, die auf dem Weg zur Stadt ist. Hier im Nirgendwo ist gegenseitiges Helfen eben selbstverständlich.
Wieder hinterm Steuer unserer kleinen Problemkiste verläuft der weitere Weg von KwaNyamazane nach St. Lucia reibungslos. Obwohl es links und rechts von der Straße aufgrund der Brandrodung überall qualmt und heute gefühlt doppelt so viele Rinder und Ziegen herumlaufen, bringt uns nach diesen drei Tagen der Tiefenentspannung so schnell nichts mehr aus der Ruhe.

Auf halber Strecke halten wir in Hluhluwe im Eurospar, um unsere Vorräte (hauptsächlich Getränke und Süßes) aufzustocken. Als wir an den Kühlregalen mit dem Fleisch vorbeigehen, fällt mir fast die Kinnlade runter. Mitten im Laden wird zu Werbe- bzw. Demonstrationszwecken gegrillt. Sowas haben wir noch nie gesehen und sind wir mal ehrlich, würde es in Europa auch nie geben. Solche Sachen gibt es eben nur in Afrika :D .

In St. Lucia kommen wir wesentlich früher an als geplant, sodass wir nach dem Einchecken noch genug Zeit haben, St. Lucia zu erkunden. Landschaftlich sind die knapp 3 km von unserer Unterkunft (AMAZULU LODGE) zur Küste sehr abwechslungsreich. Das „Zentrum“ St. Lucias erinnert uns sehr an einen typischen Küstenort, wie wir ihn bei uns von der Nord- und Ostsee kennen. Der Ort wirkt wesentlich reicher und europäischer als die anderen Städte, die wir bislang passierten und alles scheint hier auf den Tourismus ausgerichtet zu sein. Die vielen Touristen in den Cafés und Restaurants bestätigen unseren ersten Eindruck. Doch schon kurz nach der Hauptstraße des Ortes (Mckenzie St.) wird es sehr grün mit wunderschönen (Mangroven-)Wäldern. Immer wieder stoßen wir auf Straßenschilder, die anders als in Deutschland, nicht vor Wildwechsel, sondern vor Hippos und Krokodilen warnen, die sich angeblich nachts auf die Straße trauen.

Zum Estuary Beach kommen wir über einen Holzsteg, unter dem es wohl Krokodile gibt. Von den Krokodilen fehlt heute jegliche Spur, doch stattdessen tummeln sich circa 30 putzmuntere Mangusten herum. Als wir am Strand ankommen, sind wir überrascht wie breit der Sandstrand hier ist. Müßig stapfen wir bis zum Wasser voran. Zu dieser späten Stunde (die Sonne fängt langsam an zu sinken), sind kaum Menschen hier. Und so schlendern wir langsam am Wasser entlang Richtung Ingwe Beach. Durch den breiten Sandstrand sieht es so aus, als würde die Sonne im Sand versinken.
Am Parkplatz des Ingwe Beach stellen wir nun fest, dass die wenigen Menschen, die sich zu dieser späten Stunde noch mit uns am Strand befanden, alle mit dem Auto hier sind und sich nun gemütlich hinter das Steuer setzen und heimfahren. Da es immer schummriger wird und wir zudem heute Abend in St. Lucia noch eine Verabredung haben, legen wir einen Zahn zu.

Pünktlich um 18 Uhr treffen wir im Ocean Basket ein und Cosmopolitan und ihr Mann warten bereits auf uns. Die nächsten Stunden vergehen wie im Flug. Wir schildern als „Ersttäter“ unsere Eindrücke und Cosmopolitan erzählt ihre Erlebnisse der vergangenen Jahre. An dieser Stelle nochmal danke für all eure Tipps und Ideen, die wir mitnehmen konnten. Das Essen mit euch beiden hat uns sehr gut gefallen und zudem war es super interessant mal jemanden aus diesem Forum persönlich kennenzulernen – erst recht, wenn die Personen auch noch so nett sind :D ;) . Überrascht über das leere Restaurant merken wir erst jetzt, wie spät es eigentlich ist. Und so trennen sich unsere Wege und ein jeder wünscht dem anderen noch eine schöne Reise (bei euch waren es ja im Gegensatz zu uns die ersten Tage - wir hoffen, ihr hattet noch eine wunderschöne weitere Reise).

Gefahrene Kilometer = 26 km (Shuttleservice) + 180 km (selber)



Ein letztes erfrischendes Bad im Indischen Ozean


Grillen mitten im EuroSpar

AMAZULU LODGE






Auf dem Weg zur Estuary Beach















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kOshi

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Sonntag, 12. Juli 2020, 00:00

TAG18 - 11.Juli: St. Lucia

Für den heutigen Morgen haben wir eine „Hippo & Crocodile Boat Tour“ über Advantage Cruiser gebucht. Zum Glück ist die Anlegestelle gerade einmal fünf Minuten zu Fuß von der AmaZulu Lodge entfernt. So können wir den Wecker etwas später klingeln lassen und ein paar Stunden Schlaf nachholen. Als wir aus der Tür treten, ein kurzer Schreck: Direkt vor der Tür guckt uns die Katze der Besitzerin mit großen Augen an und sieht aus, als hätte sie schon die ganze Zeit auf uns gewartet.

Das Boot ist zum Glück nur halb gefüllt, sodass genug Platz für uns da ist und wir einen der besten Plätze ergattern können – direkt vorne am Bug in der ersten Reihe. Die Landschaft hier am Lake St. Lucia ist wunderschön grün. Gleich zu Beginn sehen wir eine große Gruppe von Nilpferden bzw. das was meist über der Wasseroberfläche zu sehen ist – die Augen und die winzigen Ohren. Vom Kapitän des Schiffes erfahren wir, dass Nilpferde gar nicht schwimmen können und sich im seichten Wasser treiben lassen bzw. sich mit den Füßen am Boden abstoßen. Neben den Nilpferden tummeln sich hier Krokodile, Warane und Vögel wie z.B. Graureiher, Silberreiher und Wollhalsstörche.
Die Fahrt hat zwei große Highlights parat. Zum einen, einen Elefanten der an der Böschung entlang des Ufers läuft und zum anderen einen Impala fressenden Nilpferd-Bullen. Bei dieser Szene holt sogar der Kapitän seine Kamera inklusive eines riesen Objektivs hervor. Von ihm erfahren wir auch, dass Nilpferde eigentlich Pflanzenfresser sind, es aber immer wieder Spekulationen gibt, dass sie auch Fleisch fressen und wir hier den direkten Beweis dafür haben. Zur Verdeutlichung der Gefahr, die von so einem ausgewachsenen Nilpferd für Tiere und Menschen ausgeht, reicht uns der Kapitän einen Zahn eines Nilpferdes. In der Tat ist der Zahn riesengroß und hat in etwa die Länge des Unterarms eines ausgewachsenen Menschen.
Insgesamt gefiel uns die Tour sehr gut. Der Kapitän, der gleichzeitig der Guide ist, hat ein hervorragendes Auge für die besten Tiersichtungen und bringt das Boot so in Position, dass alle Passagiere in Ruhe Fotos machen können, ohne jedoch die Tiere in Bedrängnis zu bringen. Zudem hat er immer jede Menge Infos zu Flora, Fauna und Geschichte parat.

Nach der zweistündigen Bootstour ist unser nächstes Ziel der iSimangaliso Wetland Park – der zweitgrößte Park Südafrikas. Der Lake St. Lucia, den wir heute am Morgen beschippert haben, ist übrigens so etwas wie das Zentrum des iSimangaliso-Wetland-Parks. Den Eintritt am Bhangazi Gate (170 Rand für uns beide inkl. Auto) finden wir sogar sehr günstig. Wir haben uns für heute die 35 km lange Strecke bis zum Cape Vidal mit diversen Abstechern über die Loops vorgenommen. Und schon gleich zu Beginn macht sich der Ausflug bezahlt. Nicht weit von der Hauptstraße entfernt grast eine Nashorn-Mutter mit ihrem Kalb in dieser sattgrünen Landschaft.
Als ersten Abstecher nehmen wir die Stichstraße zu den Mission Rocks. Die letzten 200 m der Zufahrt sind für unser klappriges, geflicktes Auto heikel, aber auch das schaffen wir. Am Parkplatz werden wir gleich von einer Horde Affen begrüßt, die wohl darauf wartet, dass man sie füttert – aber nicht mit uns! Mission Rocks ist eine felsige Küste mit einem atemberaubenden freien Ausblick auf den Indischen Ozean (und unser Lieblingsfleck im Wetland Park). Neben vereinzelten Touristen sieht man hier viele Angler. Die hohen Wellen des Meeres peitschen ständig gegen die Felsen, in deren Spalten hunderte von Krebsen leben. Danach fahren wir diverse Loops an, die uns aber allesamt wenig Spektakuläres bieten – unser Glück mit den Sichtungen am Morgen ist wohl vorbei. Dennoch erblicken wir mal hier und da einen Buschbock, Ducker oder Kudu.
Das Ziel unserer heutigen Reise ist Cape Vidal. Hier gibt es übrigens einige Zeltplätze und Hütten, die man mieten kann. Auch hier das gleiche Bild wie bei Mission Rocks: Kaum halten wir an, kommen gleich 3-4 Affen angelaufen und wir müssen aufpassen, dass die frechen Meerkatzen nicht in unser Auto springen. Es scheint hier wohl gang und gäbe zu sein, dass die auf Beute lauernden Meerkatzen von den ganzen Touristen immer etwas abbekommen, obwohl man gefühlt alle 5 m liest, dass dies verboten ist. Aber auch der überall herumliegende Müll der überquellenden Mülleimer lockt die Affen an.
Der Strand am Cape Vidal Beach ist weitläufig und traumhaft weiß, doch im Gegensatz zu allen anderen Punkten, die wir angesteuert haben, ziemlich voll. Hier tummeln sich viele Sonnenanbeter und Surfer. Und die Affen dazwischen – denn diese versuchen zu jeder Gelegenheit etwas aus den Taschen zu stehlen. Direkt vor unseren Augen schleicht sich ein Affe an eine Tasche von im Wasser badenden Menschen an und durchwühlt die Tasche. Wir lassen uns viel Zeit, setzten uns in den Sand und lassen uns vom Wind durchpusten.
Auf dem Rückweg steuern wir wieder zwei Loops an, unter anderem den Catalina Bay Lookout Point – und den finden wir definitiv lohnenswert und wunderschön! Wir sind zu dieser späten Stunde (45min bevor das Gate schließt) ganz allein hier. Ein letztes Mal genießen wir die Stille und den wunderschönen Ausblick und sind einfach glücklich.

Am Abend heißt es wieder Nahrungsaufnahme – und hier fiel uns schon gestern beim Essen mit Cosmopolitan das Braza auf, das im selben Gebäude liegt wie das Ocean Basket. Insgesamt waren wir mit dem Restaurant sehr zufrieden. Wir bekamen sogar noch einen freien Platz draußen am Balkon. Das Essen war sehr lecker, die Preise angemessen, der Service freundlich. Im direkten Vergleich mit dem Ocean Basket (es handelt sich hierbei wohl um den gleichen Besitzer) der klare Sieger. Wir würden auf jeden Fall wiederkommen.

Gefahrene Kilometer = 85 km


Vormittag - Bootstour auf dem Lake St. Lucia








Graureiher






Wollhalsstörche
















Waran


Nachmittag - iSimangaliso Wetland Park







Auf dem Weg zu Mission Rocks












Kudu




Buschbock - Weibchen


Buschbock - Männchen


Cape Vidal






Ducker


Catalina Bay Lookout Point




Silberreiher




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Sonntag, 12. Juli 2020, 23:27

TAG19 - 12.Juli: St. Lucia – Durban

Heute heißt es Abschied nehmen von St. Lucia und dem iSimangaliso-Wetland-Park. Auf der letzten Etappe unserer dreiwöchigen Reise geht es nach Durban, genauer gesagt nach Umhlanga, einem schönen Ferienort an der Küste nördlich von Durban. Die Strecke nach Umhlanga ist ziemlich unspektakulär – stundenlanges Geradeausfahren auf 2- bis 4-spurigen Straßen, die meist sogar besser sind als unsere deutschen Autobahnen. Wobei die 2-spurigen Straßen dank Seitenstreifen eigentlich auch die ganze Zeit 4-spurig genutzt werden :huh: .

Schon am frühen Nachmittag kommen wir bei unserem letzten Domizil, dem SYLVAN GROVE GUESTHOUSE, an. Die Gegend soll angeblich den Wohlhabenderen Durbans gehören und in der Tat sind viele der großen Häuser und Villen von hohen sich automatisch schließenden Zäunen umgeben und gesichert. Schnell checken wir ein, bringen unser Gepäck ins Zimmer und machen uns auf den Weg in die Stadt, genauer gesagt an die Umhlanga Beach. Unser erstes Ziel ist der Whalebone Pier, ein 80 m langer Steg, der das Skelett eines Wals darstellt. Aufgrund des scheußlichen Wetters (Regen und starker Wind) sind wir so gut wie alleine hier. Nach einer kleinen Fotosession schlängeln wir uns entlang der Umhlanga Promenade 200 m weiter zum nächsten Ziel – dem Umhlanga Lighthouse.
Die nächsten zwei Stunden gehen wir auf Erkundungstour ohne ein konkretes Ziel zu haben. Und so stolpern wir eher zufällig über eine Ausstellung über Nelson Mandela. Der mehrstündige Spaziergang an der Strandpromenade tut uns gut, doch so langsam macht sich unser Magen bemerkbar – wir haben Hunger. Ein kurzer Blick auf unsere Handys verrät uns einen guten Italiener direkt am Pier. Die Rezensionen bei Google haben nicht gelogen, denn das Essen bei "Casa Bella" ist mehr als nur gut. Das Rumpsteak, die Garnelen und der Fisch sind mega lecker und der super freundliche und aufmerksame Service 1A.

Zurück im Guesthouse verbringen wir den Rest des Abends damit, all unser Gepäck und unsere Taschen wieder auf die zwei großen und kleinen Rucksäcke für den Heimflug aufzuteilen. Gar nicht zu einfach, nachdem wir die letzten 18 Tage aus dem Kofferraum gelebt haben :D .

Gefahrene Kilometer = 230 km



Eine 4-spurig genutzte 2-spurige Landstraße :D



SYLVAN GROVE GUESTHOUSE

Meerblick vom Balkon


Die Nachbarschaft




Umhlanga Beach





Whalebone Pier






Umhlanga Lighthouse









Mülleimer


Sogar ein paar Vögel sahen wir auch bei diesem miesen Wetter








Die kleine Nelson Mandela Ausstellung




Unser letztes Abendessen in Südafrika ;(



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